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Architekturbiennale Venedig auf 2021 verschoben

von redaktion
PLATFORM AUSTRIA, Architekturbiennale Venedig 2021

Wie „La Biennale di Venezia“ bekannt gibt, wird die 17. Ausgabe der Architekturausstellung, die unter dem Motto „How Will We Live Together?“ vom 29. August bis 29. November 2020 hätte stattfinden sollen, auf 2021 verschoben. Die neuen Daten lauten 22. Mai bis 21. November 2021. Aufgrund dieser Verschiebung wird die für kommendes Jahr geplante 59. International Art Exhibition auf 2022 verlegt. Laut Aussage der Organisatoren sei es derzeit unmöglich, eine derart komplexe Ausstellung im Hinblick auf die noch immer unsichere weltweite Gesundheitssituation seriös auf die Beine zu stellen.

Der Österreich-Beitrag unter dem Titel „PLATFORM AUSTRIA“ soll im Hinblick auf diese Entscheidung adaptiert werden. Die Kuratoren Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer stellen mit dem Thema Plattform-Urbanismus eines der brisantesten Architekturfelder zur Diskussion. Es geht um das Eindringen der digitalen Welt und Plattformen wie Amazon, Google oder Facebook in das Leben der Menschen und damit auch in die Entwicklung der Städte. Der Österreich-Pavillon soll selbst zu einer Plattform werden und dadurch Potenziale für eine Architektur der Zukunft aufzeigen.

Das ursprüngliche Ausstellungskonzept setzte stark auf physische Präsenz. PLATFORM AUSTRIA sollte ein Ort des Zusammenkommens sein. Gerade diese Möglichkeit wurde nun durch die COVID-19-Pandemie extrem infrage gestellt. Das adaptierte Konzept soll vermehrt mit der Wirkung von Bildern und Zeichen arbeiten und auf diese Weise kommunikative Präsenz erzeugen. Aufgrund der Relevanz der Debatte über digitale Plattformen versus realer Stadtraum sollen Diskussionen darüber nicht vollends auf 2021 verschoben werden, sondern durch eine Verschränkung und einen Fokus auf die Online-Kanäle von PLATFORM AUSTRIA bereits jetzt geführt werden können.

PLATFORM AUSTRIA soll ein wichtiger Beitrag zu dem von Hauptkurator Hashim Sarkis formulierten Thema „How Will We Live Together?“ sein. Denn wie ein solcher Plattform-Urbanismus letztlich aussehen wird, ist mit der grundsätzlichen Frage verknüpft, welche Formen von Gemeinschaft wir eigentlich anstreben. In einem Statement begrüßten die Kuratoren Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer die Entscheidung der Biennale-Organisation: „Dies ist eine wichtige Weichenstellung, die es erlauben wird, den österreichischen Beitrag in einer Art und Weise zu realisieren, die dem Stellenwert der Biennale als weltweit wichtigste Architekturausstellung gerecht wird. Wir hoffen, dass damit die Ausstellung von einem größeren Publikum und unter angenehmeren Umständen erfahren werden kann.“

Die offizielle Eröffnung des österreichischen Pavillons soll nun im Rahmen der Preview-Tage vom 20. – 21. Mai 2021 in den Giardini della Biennale in Venedig stattfinden.


 

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