Home Architecture Stefano Boeri designt Konzept für italienische Covid-19-Impfkampagne

Stefano Boeri designt Konzept für italienische Covid-19-Impfkampagne

von Markus Schraml
Stefano Boeri designt Impfkampagne

Italien wurde vom Coronavirus in diesem Jahr besonders hart getroffen. Die Maßnahmen der Regierung waren sehr streng, die Bevölkerung aber großteils folgsam. In einem nächsten Schritt hin zu einem normalen Leben planen die Regierungsverantwortlichen eine großflächige Impfaktion, die ab Januar 2021 starten soll. Design, Architektur und Kommunikationskonzept der dafür kreierten Kampagne stammen vom renommierten Architekten Stefano Boeri und einem Team von Berater*innen. Unter dem Motto: „Mit einer Blume wird Italien wieder lebendig“ wurden das Logo, die temporären Pavillons und mobile Informationsdisplays entsprechend floral entworfen.

„Mit dem Bild einer Frühlingsblume wollten wir eine Architektur schaffen, die ein Symbol für Gelassenheit und Regeneration vermittelt. Die Impfung wird ein Akt der Verantwortung, der Liebe zu anderen und der Wiederentdeckung des Lebens sein. Während uns das Virus in Wohnungen und Krankenhäuser gesperrt hat, bringt uns die Impfung wieder in Kontakt mit dem Leben und der Natur, die uns umgibt“, erklärt Stefano Boeri. Das Kampagnenlogo wird es in verschiedenen Ausführungen geben. In den temporären Pavillons, die an den wichtigsten Plätzen Italiens aufgebaut werden sollen, finden die Impfungen statt. Sie sind kreisförmig strukturiert und werden leicht auf- und abzubauen sein. Schließlich sollen die mobilen Informationsdisplays an öffentlichen Orten platziert werden.

Die Logo-Frühlingsblume scheint einer Primel nachempfunden zu sein. Boeri sieht in der Blume ein Symbol für die Artenvielfalt Italiens, für den natürlichen Lebenszyklus und die kontinuierliche Wiedergeburt. Geplant ist, das Logo großformatig auf die Pavillondächer und -seitenwände sowie Informationsdisplay zu applizieren. Von oben betrachtet würden dann Italiens Plätze quasi erblühen. Bleibt nur die Frage, wie viele Italiener*innen sich tatsächlich impfen lassen werden. Laut einer Untersuchung liegt die Zustimmung bei lediglich 31 %. In den vergangenen Jahren ist in Italien im Zusammenhang mit der Impfpflicht für Kinder eine starke Impfgegner-Bewegung entstanden.


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