Home DesignONDA von Charlotte Lancelot: Teppiche als Wellen der Natur

ONDA von Charlotte Lancelot: Teppiche als Wellen der Natur

von redaktion
Obwohl manche glauben, dass im Design bereits alles erfunden wurde, zeigt ONDA, dass die Möglichkeiten unendlich sind, wenn Technik und Sensibilität kombiniert werden. © Hector Campos

Mit ONDA entwirft die belgische Designerin Charlotte Lancelot für die spanische Marke GAN eine Teppichkollektion, die geometrische Formen mit der Dynamik natürlicher Wellen verbindet. Das Design ist als eine Einladung zur Kontemplation zu verstehen und zeigt, wie textile Gestaltung die Atmosphäre eines Raumes prägen kann.

Ausgangspunkt ist die berühmte Welle (Die große Welle vor Kanagawa) des japanischen Künstlers Katsushika Hokusai. Lancelot übersetzt deren Bewegung in ein geometrisches Muster, das durch die Farbwahl unterschiedliche Assoziationen hervorruft. Brauntöne erinnern an Erdschichten, Smaragdgrün lässt an Edelsteine oder die Tiefen des Meeres denken. Mit Garnen und Rasterstrukturen experimentierte die Designerin, um Abstufungen und Transparenz in das textile Material zu bringen.

Charlotte Lancelot, 1980 in Brüssel geboren, studierte Industriedesign an der renommierten Kunsthochschule La Cambre und schloss ihr Studium 2003 ab. Nach einer zweijährigen Zusammenarbeit mit dem Architekten und Designer Alain Berteau gründete sie ihr eigenes Studio. Ihre Arbeiten verbinden emotionale Bezüge zu Alltagsgegenständen mit der Weiterentwicklung traditioneller Techniken. Neben GAN arbeitete sie unter anderem für Ligne Roset und Koziol.

Die Kooperation mit GAN besteht seit 2012. Die Marke der spanischen Gandia Blasco Group verbindet handwerkliche Teppichproduktion mit zeitgenössischem Design. ONDA führt diesen Ansatz fort. Das Muster ist nicht bloß dekoratives Element, sondern ein grafisches Spiel mit Bewegung, Material und Farbe. So wird der Teppich zur textilen Landschaft, deren Wirkung sich je nach Farbgebung und räumlichem Kontext verändert.


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