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Zwischen Lärm und Wohlklang – Design hören

von redaktion
Pling - Design hören. Keyvisual

Was klingt angenehm, was stört – und wer entscheidet darüber? Mit der Ausstellung „Pling! Design hören“ widmet sich das Museum für Gestaltung Zürich dem oft unterschätzten Verhältnis von Klang, Alltag und Gestaltung. Zwischen Sirenenton, Tastenklick und High-End-Audio zeigt die Schau, wie sehr akustische Signale unser Leben prägen – meist unbemerkt, aber mit großer Wirkung.

Pling – Design hören. Keyvisual Animation

In sieben Kapiteln untersucht die Ausstellung, wie Design Klang formt und wie in der Folge Klänge Verhalten steuern. Denn akustische Reize dienen längst nicht mehr nur der Orientierung. Sie aktivieren, warnen, beruhigen oder lenken Aufmerksamkeit. Gerade in einer zunehmend verdichteten und digitalisierten Welt gewinnt die akustische Qualität von Räumen, Produkten und Interfaces an Bedeutung. Ob Verkehrsampel, Smartphone oder mechanischer Verschluss – vieles besitzt heute eine gezielt gestaltete „Tonspur“.

Die Ausstellung spannt dabei einen weiten Bogen von Sound Studies über Bioakustik bis hin zu inklusivem Produktdesign. Gezeigt werden Projekte, die neue Wege für höreingeschränkte Menschen eröffnen, etwa sprachgesteuerte Notrufsysteme oder Lautsprecher, die Sprache verständlicher machen sollen. Andere Arbeiten fragen danach, wie Design von Menschen profitieren kann, die ihre Umwelt weniger visuell als akustisch wahrnehmen.

Dabei bleibt „Pling! Design hören“ nicht in bedingungslosem Fortschrittsglauben stecken. Die Schau thematisiert auch die Schattenseiten permanenter Beschallung. Lärm wird als gesellschaftliche Herausforderung sichtbar, die Architektur und Städtebau ebenso betrifft wie Gesundheit und Zusammenleben. Den Gegenpol bildet ein Listening Room mit High-End-Audiosystem, der Klang als intensive, beinahe meditative Erfahrung inszeniert. Hier wird Hören nicht zur Hintergrundfunktion, sondern zum Erlebnis.


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