Die Pläne für das neue Museum für Architektur und Design in Helsinki nehmen konkrete Formen an. Die Bebauungspläne für die Areale Makasiiniranta und Olympiaranta im Südhafen der finnischen Hauptstadt sind nun rechtskräftig – der Helsinki City Council hatte sie bereits im Juni beschlossen, innerhalb der gesetzlichen Frist gab es keine Einsprüche.
Damit ist der Weg frei für eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte im Zentrum Helsinkis. Der Südhafen soll zu einem offenen, lebendigen Stadtviertel am Wasser werden. Das neue Museum wird von einem einladenden Vorplatz, einer offenen Uferpromenade und vier neuen Gewerbebauten des Saaret-Projekts umrahmt. Das denkmalgeschützte Olympia-Terminal samt Hafengebäude erhält neue Nutzungen, während Olympiaranta weiterhin als Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe dient.
Für die Bauten der Stadt ist die Stadt Helsinki zuständig, das Museum selbst realisiert die Real Estate Company ADM gemeinsam mit der Finnischen Stiftung für Architektur und Design, das Saaret-Projekt entwickelt der schwedische Investor Niam.
Den internationalen Architekturwettbewerb für den Museumsneubau gewann 2025 das Helsinkier Büro JKMM Architects gegen 623 Mitbewerber. Der Entwurf soll die maritime Kulturlandschaft des Südhafens respektieren und zugleich ein neues Wahrzeichen der Stadt schaffen. Baubeginn ist für Anfang 2028 vorgesehen, die Eröffnung für Ende 2030 geplant.
Vor Baustart stehen in Helsinki noch vorbereitende Arbeiten an: Bodensanierung, Baufeldfreimachung und die Verstärkung der Kaimauern. Bis zur Fertigstellung bleibt das Architecture & Design Museum Helsinki an seinem bisherigen Standort in der Korkeavuorenkatu geöffnet. Dazu kommt noch im August 2026 ein neuer Veranstaltungsort in der Eteläranta 6, der während der Bauphase als Treffpunkt dienen und den Fortschritt des Projekts begleiten soll.
