Home ArchitectureKeramische Fassaden: Wienerberger bringt neuen Fassadenziegel Tonova

Keramische Fassaden: Wienerberger bringt neuen Fassadenziegel Tonova

von redaktion
Fassade mit Tondach Tonova von Wienerberger in weißgrau antik. © Andreas Hafenscher

Putz, Holz, Metall oder Keramik: Die Wahl des Fassadenmaterials beeinflusst nicht nur das Erscheinungsbild eines Gebäudes, sondern auch dessen Alterung und Instandhaltung. Ziegel bringen eine eigene Farbigkeit und Oberflächenstruktur mit, die je nach Lichteinfall unterschiedlich wirkt. Hinterlüftete Konstruktionen ermöglichen es zudem, keramische Elemente vor der Dämmebene anzubringen und sie bei Bedarf wieder zu demontieren.

Keramische Fassaden sind längst nicht mehr auf klassisches Mauerwerk beschränkt. Der deutsche Hersteller GIMA etwa bietet Vormauerziegel und Klinker in unterschiedlichen Formaten und Farben an. Agrob Buchtal wiederum setzt mit Systemen wie KeraTwin auf keramische Fassadenplatten, die sich in verschiedenen Formaten, Farben und Oberflächen ausführen lassen. Die Produkte unterscheiden sich in Konstruktion und Befestigung, verfolgen aber ein ähnliches Ziel – Keramik als eigenständiges Gestaltungselement der Gebäudehülle einzusetzen.

In diesem Markt positioniert sich Wienerberger Österreich mit dem neuen Fassadenziegel Tondach Tonova. Er wurde für hinterlüftete Fassaden entwickelt und misst 20 × 42 Zentimeter. Eine aufgeraute Oberfläche prägt seine Optik. Erhältlich ist das Produkt in Naturrot sowie in drei weiteren Farbtönen von Antik bis Dunkelbraun-matt und Weiss-Grau-antik. Sonderfarben sind ebenfalls möglich.

Tondach Tonova Fassadenziegel in naturrot antik (oben) und in dunkelbraun matt. © Christa Strobl

Die Befestigung erfolgt über werkseitig vorgestanzte Schraublöcher auf einer Holz- oder Metallunterkonstruktion. Tonova ist laut Hersteller auch für mehrgeschossige Gebäude zugelassen. Produziert wird der Ziegel aus regionalem Ton im steirischen Gleinstätten. Mit rund 3,4 Kilogramm pro Stück bleibt er ein vergleichsweise handliches Fassadenelement. Ob sich die Lösung gegenüber anderen keramischen Systemen durchsetzt, wird nicht zuletzt von Gestaltung, Montageaufwand und Kosten im konkreten Bauprojekt abhängen.


Weitere TOP-Artikel