Home ArchitectureBiennale Venedig 2027: Deutschland setzt auf Architektur des Zusammenlebens

Biennale Venedig 2027: Deutschland setzt auf Architektur des Zusammenlebens

von redaktion
Andres Lepik, Ellen Kristina Krause, Tatsuya Kawahara und Olga Cobuscean bilden das Kuratorenteam für den Deutschland-Beitrag der nächstjährigen Biennale in Venedig. Foto © Jan Lewandowski

Für den deutschen Beitrag zur 20. Internationalen Architekturausstellung der Biennale di Venezia 2027 steht das kuratorische Team fest. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat Kawahara Krause Architects gemeinsam mit Andres Lepik und Olga Cobuscean mit der Gestaltung des Deutschen Pavillons beauftragt.

Unter dem Titel „CONVIVERE – Ein Repertoire des Zusammenlebens“ richtet die Ausstellung den Blick auf jene räumlichen Bereiche, die zwischen privatem Wohnen und öffentlichem Stadtraum liegen: Schwellen, Treppenhäuser, Höfe oder Vorbereiche von Wohnungen. Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Epochen des deutschen Wohnungsbaus soll gezeigt werden, wie derartige Übergangsräume Begegnung, Nachbarschaft und sozialen Austausch ermöglichen. Die Ausstellung entsteht unter Beteiligung von Studierenden aus Aachen, Kaiserslautern, München und Stuttgart.

Tatsuya Kawahara und Ellen Kristina Krause leiten das in Hamburg ansässige, deutsch-japanische Büro Kawahara Krause Architects. Beide verfügen über Erfahrungen in Architekturpraxis, Lehre sowie Forschung und arbeiteten in Japan unter anderem bei Shigeru Ban. Kawahara wurde 2026 an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart berufen.

Andres Lepik ist Professor für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis an der TU München und Direktor des dortigen Architekturmuseums. Zuvor war er unter anderem an der Neuen Nationalgalerie Berlin und am Museum of Modern Art in New York tätig. Seine Ausstellungstätigkeit beschäftigt sich vielfach mit der gesellschaftlichen Dimension von Architektur.

Olga Cobuscean, 1997 in Chișinău geboren und heute in Berlin tätig, verbindet Architekturpraxis mit Forschung und Theorie. Sie studierte in Aachen und Zürich und arbeitet zu Fragen des alltäglichen Raums sowie gemeinwohlorientierter Architektur.

Die Biennale findet vom 8. Mai bis 21. November 2027 statt; die Preview ist für den 6. und 7. Mai vorgesehen. Weitere Details zum deutschen Beitrag sollen Anfang 2027 folgen.


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