Home ArchitectureMoto Guzzi: Neues Hauptquartier in Mandello del Lario

Moto Guzzi: Neues Hauptquartier in Mandello del Lario

von Uwe Prenner
Neu gestalteter Hauptsitz von Moto Guzzi in Mandello del Lario von Greg Lynn. © Controcampo / Mattia Negrini

Seit 1921 baut Moto Guzzi Motorräder in Mandello del Lario. Modelle der Marke mit dem Adler-Emblem haben italienische Motorradgeschichte geschrieben und Moto Guzzi zu einem der international bekanntesten Namen der Branche gemacht. Nun wurde der historische Stammsitz am Comer See grundlegend neu gedacht.

Der amerikanische Architekt Greg Lynn verwandelte das gewachsene Fabrikareal zwischen See und Voralpen in einen Campus aus Produktion, Museum, Archiv, Veranstaltungs- und Hospitality-Bereichen. Historische Bauten bleiben Teil des Ensembles, werden jedoch mit neuen Strukturen und einer zentralen Piazza verbunden. Lynn überträgt dabei die technische, metallische Formensprache der Motorräder auf die Architektur. Konische Baukörper und große Öffnungen zitieren zugleich die Industriearchitektur und die umgebende Berglandschaft.

Besonders augenfällig wird das Konzept im neuen Museum mit mehr als 160 Motorrädern. Das Unternehmen UniFor (Molteni Group) entwickelte Podeste, Vitrinen und Präsentationssysteme. Für die Helm-Kollektion und Archivmaterialien kommen das von Foster + Partners entworfene X Shelving sowie das CF-System von Dante Bonuccelli zum Einsatz.

Auch abseits der Ausstellung setzt sich die Designlinie fort. In den Lounges stehen PRINCIPLES-Elemente von OMA, Arbeitsbereiche erhalten LessLess-Tische und Stauraummöbel von Jean Nouvel. Paul-Sofas von Vincent Van Duysen für Molteni&C ergänzen die Wartezonen. So wird aus der traditionsreichen Fabrik kein nostalgisches Denkmal, sondern ein neuer Ort, an dem Produktion, Design und Markengeschichte ineinandergreifen.


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