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Die Newcomer des German Design Award 2023

von redaktion
GDA 2022, Newcomer Finalisten

Die Jury des German Design Award 2023 hat die Finalisten für die Auszeichnung Newcomer ausgewählt. Die fünf nominierten Nachwuchsdesigner aus deutschen Gestaltungshochschulen sind Katharina Düing, Paula Keilholz, Anna Koppmann, Tim Schütze und Tobias Trübenbacher. Sie würden mit ihren Arbeiten einen scharfen Blick auf soziale sowie ökologische Herausforderungen werfen und mit intelligenten Lösungen darauf reagieren, meint die Jury. „Der Award belegt die Bedeutung von jungem Design für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit mittelständischer Unternehmen und der deutschen Wirtschaft“, wird betont. Hoffnungsvolle Worte in einer Zeit, in der sich die deutsche Wirtschaft in einer tiefen Krise befindet.

In den Arbeiten der Newcomer zeigt sich eine Ausrichtung auf die Entwicklung neuer Lösungen für ökologische, soziale und globale Probleme sowie der Wunsch nach Verbesserung des gesellschaftlichen Miteinanders. Die fünf Finalisten kommen aus unterschiedlichen Disziplinen wie Produkt-, Industrie-, Kommunikations- und Modedesign. Sie nehmen unterschiedliche Perspektiven für die jeweilige Umsetzung ein. Themen sind Gendergerechtigkeit, Energie- und Klimakrise oder Zivilcourage. Die Nominierten erhalten die Chance auf die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung des German Design Award.

Die Finalisten

Katharina Düing wurde 1999 in Koblenz geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie an der ecosign/ Akademie für Gestaltung in Köln ein Bachelor-Studium im Bereich Nachhaltiges Design und macht seit 2022 ihren Master. In ihrer gestalterischen Arbeit setzt sich Düing schwerpunktmäßig mit sozialer Nachhaltigkeit auseinander, übersetzt aktuelle gesellschaftliche Themen wie Diskriminierung, Diversität, Feminismus, Social Justice und mentale Gesundheit in Graphic Novels und andere Formate. Dabei fungiert sie sowohl als Illustratorin als auch als Grafikdesignerin. Katharina Düing lebt und arbeitet in Köln.

Paula Keilholz ist eine 1994 in Berlin geborene Mode- und Transformationsdesignerin. Sie schloss ihr Modestudium 2020 an der Universität der Künste Berlin ab und absolviert aktuell das Masterstudium Transformation Design an der HBK Braunschweig. Dem war ein 2014 begonnenes Psychologiestudium vorausgegangen, was die Stärke der Designerin, analytisch-methodisches und praktisch-gestalterisches Wissen zu verbinden, unterstreicht. Während ihres Studiums an der UdK Berlin sammelte Keilholz Erfahrungen in der Design- und Luxus-Industrie im In- und Ausland. Sie absolvierte diverse Praktika, unter anderem bei Chloé in Paris und verbrachte ein Semester an der Kingston University London. In ihrer Arbeit erforscht die Designerin die Wechselwirkung zwischen materiellen und funktionalen Eigenschaften von Mode sowie deren Wertschöpfungsprozesse. Hierfür sucht sie nach alternativen/spekulativen Szenarien und verbindet Theorie mit Praxis, um einer wünschenswerten Zukunft näherzukommen. Paula Keilholz lebt und arbeitet in Berlin.

Anna Koppmann wurde 1993 in München geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie von 2011 bis 2014 ein Diplomstudium für Modedesign in München. 2016 begann sie ein Studium für Product Design an der Universität der Künste in Berlin, das sie 2021 mit dem Bachelor of Arts abschloss. Parallel zu ihrem Studium sammelte sie praktische Erfahrungen in verschiedenen Studios, unter anderem bei Thomas Demand und Sarah Illenberger in Berlin sowie Simone Post in Rotterdam. Daneben nahm sie an internationalen Ausstellungen wie dem New European Bauhaus Festival in Brüssel oder der Global Grad Show in Dubai teil. Als Produktdesignerin beschäftigt sich Koppmann mit aktuellen sozialen Themen und künftigen Entwicklungen und versucht, auf die Probleme unserer Zeit Antworten zu finden. Anna Koppmann lebt und arbeitet in Berlin.

Tim Schütze wurde 1997 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur studierte er von 2016 bis 2021 Industrial Design an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. 2020 ging er für ein Semester an die Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem, um sein Wissen im Bereich Handwerk und visuelle Kommunikation zu vertiefen. Seit 2021 studiert Schütze an der Universität der Künste in Berlin Produktdesign. Parallel dazu sammelt er praktische Erfahrungen als Tutor und als Freelancer. Ein wichtiger Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Förderung von Gleichstellung und Vielfalt in der Gesellschaft durch gendersensibles Design. Tim Schütze lebt und arbeitet in Berlin.

Tobias Trübenbacher wurde 1996 in Traunstein geboren. Nach dem Abitur begann er 2015 an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München ein Industriedesign-Studium. 2018 wechselte er an die Universität der Künste Berlin, wo er das Studium 2021 erfolgreich abschloss. Parallel dazu sammelte Trübenbacher Praxiserfahrung als Praktikant im Atelier Steffen Kehrle sowie als Junior Designer im Studio von Mark Braun. Von August 2021 bis Juli 2022 arbeitete er als Designer für Konstantin Grcic. In seiner persönlichen Arbeit konzentriert er sich auf Social Design, Nachhaltigkeit, die Entwicklung neuer Lösungen für ökologische Probleme und globale Herausforderungen. Sein Ziel ist es, mit seiner Arbeit zu einem Wandel von Produktions- und Konsumgewohnheiten und damit zu einer besseren, nachhaltigeren und lebensfähigen Zukunft beizutragen. Um diese Transformation auch in einem noch größeren Kontext gestalten zu können, bestreitet Tobias Trübenbacher seit Oktober 2022 ein Masterstudium in Architektur und Urbanistik an der TU München.

Sichtbarkeit und Kontakte

Der German Design Award fördert seit 2012 den Designnachwuchs, auch mit Unterstützung der Deutschen Telekom, die in diesem Jahr erneut die Preisgelder von insgesamt 25.000 Euro gestiftet hat. Bereits das Erreichen der Finalrunde ist für die German Design Award Newcomer mit Anerkennung und einem Preisgeld verbunden: Die Finalisten erhalten jeweils eine Prämie in Höhe von 2.500 Euro. Wer die Auszeichnung Newcomer und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro erhält, wird im Februar 2022 im Rahmen der Preisverleihung des German Design Award bekannt gegeben. Mit der Auszeichnung will der Rat für Formgebung die Sichtbarkeit junger Designschaffender steigern. In einer Reihe von exklusiven Anlässen haben die Finalisten zudem Gelegenheit, Mitglieder der Stiftung Rat für Formgebung kennenzulernen und Wirtschaftskontakte zu knüpfen.


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