Die Helsinki Design Week richtet ihren Blick 2026 auf das Thema „The Oncoming Other“. Das größte Design- und Architekturfestival Skandinaviens, das vom 28. August bis 6. September in Helsinki stattfindet, verlagert einen Teil seines Programms verstärkt in den öffentlichen Raum und rückt Begegnungen im urbanen Alltag in den Mittelpunkt.
Im Zentrum wird die Frage stehen, was geschieht, wenn Menschen im städtischen Gefüge aufeinandertreffen – zufällig oder bewusst. Städte, so die Festivalmacher, entstehen nicht nur durch Gebäude und Planung, sondern durch Netzwerke aus Menschen, Ideen und Orten, die sich gegenseitig beeinflussen.
Für Kari Korkman, Gründer des Festivals, liegt darin auch der Kern kreativer Arbeit. „Der kreative Sektor entsteht nicht in geschlossenen Systemen, sondern durch Verbindungen zwischen Menschen“, erklärt er. Wenn Gestalter, Publikum, Förderer, Medien und Stadt regelmäßig zusammenkämen, entstehe Resilienz – „die Fähigkeit, sich zu erneuern, anzupassen und gemeinsam Zukunft zu entwerfen“.
Neue Ideen entstünden dabei häufig an den Rändern etablierter Strukturen. „Diese Verbindungen lassen sich nicht erzwingen“, so Korkman. Man könne jedoch offene Plattformen schaffen, auf denen Begegnungen immer wieder stattfinden – und so Vertrauen und echte Interaktion wachsen lassen. Genau eine solche Plattform will das Festival auch 2026 bieten.