Aus über 100 Nominierungen hat die Jury des DAM Preis für Architektur in Deutschland nun 23 Bauten für die Shortlist 2027 bestimmt. Ein zusätzliches Projekt deutscher Architekten im Ausland nimmt außer Konkurrenz teil. Der Preis wird vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) bereits zum elften Mal vergeben, JUNG fungiert erneut als Kooperationspartner.
Inhaltlich zeigen sich zwei bekannte Schwerpunkte: Wohnen bleibt ein zentrales Thema, mit Lösungen von Nachverdichtung über Sanierung bis zu flexiblen Grundrissen. Ebenso stark vertreten ist das Bauen im Bestand – von Kinoumbauten über Museumsdependancen bis zu Schulerweiterungen, teils mit städtebaulicher Reparaturfunktion. Dazu kommen neue Treffpunkte wie ein Sporthaus im ländlichen Raum, ein Flughafenterminal sowie ein Gebäude, das Büro- und Unicampus-Nutzung verbindet und an die industrielle Geschichte seines Standorts erinnert.
Grundlage der Auswahl war eine Longlist mit 107 Bauwerken, ergänzt um fünf Auslandsprojekte deutscher Büros. Ein Fachbeirat sowie die Architektenkammern mehrerer Bundesländer lieferten Vorschläge. Einschränkungen bei Bautyp, Größe oder Baukosten gab es keine. Die berücksichtigten Projekte mussten zwischen Ende 2024 und Frühjahr 2026 fertiggestellt worden sein.
Alle Longlist-Bauten erscheinen im gedruckten Architekturführer Deutschland 2027, der im Herbst bei DOM publishers herauskommt. Die Preisverleihung samt Ausstellungseröffnung mit den Shortlist-Projekten ist für den 29. Jänner 2027 im DAM angesetzt, begleitet von der Vorstellung des Deutschen Architektur Jahrbuch 2027.
Zur Shortlist zählen unter anderem der Umbau des Kino International in Berlin, das Terminal 3 des Frankfurter Flughafens, das Salinemuseum Halle sowie mehrere Wohnbauprojekte in Berlin, Lübeck und Frankfurt am Main.