Home ArtCj Hendry verwandelt New York und Seoul in einen „Secret Garden“

Cj Hendry verwandelt New York und Seoul in einen „Secret Garden“

von redaktion
Installation mit einem Wald aus White Trees von Cj Hendry. © Antonio Ajam

Am heutigen 20. September endet in New York „Secret Garden“, eine begehbare Installation der australischen Künstlerin Cj Hendry. Das mit der koreanischen Kosmetikmarke Sulwhasoo entwickelte Projekt ist noch bis 18 Uhr in der Brant Foundation Gallery im East Village zu sehen. Ab 30. September folgt eine Präsentation in Seoul, die bis 8. Oktober dauert.

Ausgangspunkt war der verborgene Garten im House of Sulwhasoo Bukchon, dem Flaggschiff der Marke in Seoul. Hendry übersetzte das Motiv in eine künstliche Landschaft aus flach verpackten Holzskulpturen und puzzleartigen Formen. Erst in der Anordnung vieler Einzelelemente entsteht ein raumfüllendes, abstrahiertes Waldstück. Die Besucher erhalten Buntstifte, können die hellen Oberflächen kolorieren und eigene Zeichnungen hinterlassen. Aus der zunächst kontrollierten Szenerie wird so schrittweise ein kollektives Bild.

Damit knüpft die in New York lebende Künstlerin an ihre immersiven Ausstellungen an. Bekannt wurde Hendry mit hyperrealistischen Zeichnungen, später weitete sie ihre Arbeit auf räumliche Inszenierungen aus – darunter ein Schwimmbecken in der Mojave-Wüste und temporäre Blumenmärkte. Auch „Secret Garden“ setzt weniger auf die distanzierte Betrachtung einzelner Kunstwerke als auf unmittelbare Beteiligung. „Es geht darum, zu sehen, wie aus einem einzelnen Teil etwas viel Größeres wird, wenn alles zusammenkommt“, erklärt Hendry.

Die Ausstellung entstand aus einer Kooperation zwischen Cj Hendry und dem südkoreanischen Kosmetiklabel Sulwhasoo. © Antonio Ajam

Die Kooperation ist Teil der Kampagne „Beauty Crafted in Time“, mit der Sulwhasoo 60 Jahre Forschung und Produktentwicklung rund um Ginseng feiert. Handwerk, Zeit und Veränderung liefern die Verbindung zur Installation. Der werbliche Rahmen lässt sich allerdings nicht ausblenden. Produktproben, Tragetaschen und limitierte Artikel begleiten den Besuch. Dennoch geht das Projekt über eine dekorative Markeninszenierung hinaus. Indem das Publikum die Oberfläche des Gartens verändert, wird Teilhabe als sichtbare Spur in den Raum eingeschrieben.


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