Bei der Rimac Group und dem Gemeinschaftsunternehmen Bugatti Rimac verschieben sich die Machtverhältnisse. Porsche hat seine Beteiligungen vollständig verkauft. Ein von der New Yorker Investmentgesellschaft HOF Capital geführtes Konsortium übernimmt sowohl die 21 Prozent an der Rimac Group als auch den 45-Prozent-Anteil an Bugatti Rimac. Zum Konsortium gehören BlueFive Capital als größter Investor sowie weitere institutionelle Anleger aus den USA und Europa.
Porsche zieht sich zurück
Die Partnerschaft reicht bis 2018 zurück, 2021 gründeten Porsche und Rimac das Joint Venture Bugatti Rimac. Die Rimac Group hielt von Beginn an 55 Prozent, Porsche 45 Prozent. Mit dem nun abgeschlossenen Verkauf zieht sich der deutsche Sportwagenhersteller vollständig aus beiden Unternehmen zurück. Porsche begründet den Schritt mit der stärkeren Konzentration auf das Kerngeschäft. Der Verkauf bringt rund eine Milliarde Euro ein, davon sollen 250 Millionen Euro zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen verwendet werden.
Mehr Einfluss für Mate Rimac
An Bugatti Rimac bleibt die Rimac Group mit 55 Prozent Mehrheitseigentümer. HOF Capital wird zugleich zu einem bedeutenden Anteilseigner der Rimac Group und strategischen Partner. Damit gewinnt die von Mate Rimac geprägte Unternehmensgruppe gegenüber der bisherigen Konstellation mit Porsche an Eigenständigkeit.
Der Eigentümerwechsel geht bei Bugatti mit einer Neuordnung der Führung einher: Mate Rimac übernimmt zusätzlich die Präsidentschaft von Bugatti Automobiles. Marko Brkljačić wechselt als COO zu Bugatti Rimac, während Christophe Piochon seine bisherigen Funktionen abgibt. Die neue Eigentümerstruktur ist damit mehr als ein Investorentausch: Sie stärkt Mate Rimacs Einfluss auf die weitere Entwicklung von Rimac und Bugatti.