Home Design„Nacht im Museum“ – Einblicke in das Kuriositätenkabinett von LZF

„Nacht im Museum“ – Einblicke in das Kuriositätenkabinett von LZF

von redaktion
Die Funny Farm (die kleinen Figuren) entstand 2015 als freies, einladendes Projekt ohne festes Briefing – eine „Einladung zur Kreativität“ von den LZF-Gründern Mariví Calvo und Sandro Tothill. © LZF, Foto: Àngel Segura

Zum vierten Mal in Folge verwandelte der spanische Leuchtenhersteller LZF Lamps anlässlich der València Design Fest und der Möbelmesse Hábitat das Museum der Schönen Künste in ein leuchtendes Spektakel. Das Herzstück dieser „Nacht im Museum“ war das „Cabinet of Curiosities“ (Kuriositätenkabinett) – eine Hommage an die über 15-jährige Partnerschaft mit den Künstlern Isidro Ferrer und Manolo Martín unter der kreativen Leitung von Mariví Calvo.

Handwerk, Intuition und Holz

LZF Lamps, 1994 in València von Mariví Calvo und Sandro Tothill als Luzifer Lamps gegründet, hat sich weltweit durch handgefertigte Leuchten aus Holzfurnier einen Namen gemacht. Das Material, dessen natürliche Wärme und Textur das Licht betont, ist das Markenzeichen des Herstellers. Die Unternehmensphilosophie wurzelt in komplexen Projekten, die Intuition und einen langsamen, bewussten Schaffensprozess erfordern. Design funktioniert bei LZF wie ein Labor, ein Raum zum Lernen, Kreieren und Genießen.

Das patentierte Polywood-Verfahren von 2001 machte das Furnier widerstandsfähiger und erweiterte die gestalterischen Möglichkeiten. LZF-Produkte vermitteln Natur, Sensibilität und Wärme. Innovationen wie die Red-Dot-prämierte Leuchte „Pleg“ wurden vielfach ausgezeichnet.

Hinter den Kulissen des Kuriositätenkabinetts

Mit den Partnern Gandia Blasco und Green Area schuf LZF ein lebendiges Kabinett der Wunder, das Besucher einlud, verborgene Geschichten, Skizzen und Fragmente des zeitgenössischen spanischen Lichtdesigns zu entdecken. Zentrale Elemente waren die Life-Size-Lighting-Kollektion und die Funny-Farm-Figuren.

In der Museumskuppel trafen Gäste auf die skurrilen Holzgeschöpfe der Funny Farm – von Isidro Ferrer, die in den Pyrenäen von Carlos Mur handgefertigt werden. Ferrer schuf eine „verrückte Familie“ aus 19 fantasievollen Tierfiguren, inspiriert von Alltagsbeobachtungen und seiner Leidenschaft für das „Theater des Lebens“. Die handgefertigten Holztiere stellen unter anderem einen Affen dar, einen Fisch mit Beinen, Elefant, Hase, Rhinozeros und einen grantigen Ziegenbock.

The Making of Funny Farm:

Unter den Arkaden des Museums waren die Keramik-Beleuchtungskollektion von Marre Moerel, aktuelle Farbvarianten der Cloud-Leuchten von Candela Cort und Mariví Calvo sowie die wieder aufgelegte Mikado-Leuchte versammelt. Es war eine Inszenierung wie eine leuchtende Galerie aus Textur und Form. Ein Highlight war der Einblick in die Life-Size-Lighting-Kollektion, eine Erweiterung der Funny Farm-Figuren. Birdy, Elephant und Walking Fish wurden von Mariví Calvo und dem LZF-Team mit Fallas-Meister Manolo Martín umgesetzt. Gerade in diesen riesigen Kreationen zeigt sich der besondere Stil von LZF-Produkten. Einerseits ist es die Hingabe an traditionelles Handwerk, andererseits der spielerisch-emotionale Designansatz, der funktionalen Lichtobjekten erzählerischen Charakter verleiht.


Weitere TOP-Artikel