Das Global Design Forum Istanbul präsentierte Mitte Mai 2026 in Istanbul ein neues Programm mit Vorträgen, Installationen und stadtweiten Erlebnissen. Organisiert in Zusammenarbeit mit People Places Ideas (PPI), bot diese neue Designplattform einen Dialog zwischen globalen Perspektiven und Istanbuls lebendiger Kulturlandschaft. Das Forum brachte internationale Stimmen mit lokalen Kontexten, Traditionen und Zukunftsvisionen zusammen und schuf so einen innovativen Raum für Design, Kultur und Ideen in einer der vielschichtigsten Städte der Welt.
Im Kern ist das Global Design Forum Istanbul ein Programm zur Förderung von Vordenkern. Zwei Tage lang wurden ausgewählte Keynotes, Podiumsdiskussionen und Gespräche zum Thema „Welten im Kontakt“ der ersten Ausgabe präsentiert. Das viertägige Programm erstreckte sich über das Forum hinaus und umfasste stadtweite Veranstaltungen wie „İstanbullar: Creative Archive“, öffentliche Installationen im Rahmen des Projekts „Placemaking“ und einen Designwettbewerb. So entstanden Begegnungen zwischen Ideen, Orten und Menschen in der ganzen Stadt.
Die künstlerische Leitung hatte Melek Zeynep Bulut, Gründerin von People Places Ideas, inne, die Kuratierung übernahm Beatrice Galilee, Content Advisor des Forums. Das Kernteam wurde von Beral Madra (Kunst- und Kulturberater) und Celâleddin Çelik (Architekturberater) unterstützt.
Am ersten Tag des Global Design Forum İstanbul 2026 wurde untersucht, wie Design mit Ökosystemen, Gemeinschaften und lebenden Systemen interagieren kann. Mit dem Eröffnungsvortrag „Worlds in Contact“ beleuchteten Fernando Laposse, Mireia Luzárraga, James Bridle, Boonserm Premthada und Defne Koz neue Formen der gemeinsamen Autorschaft zwischen Mensch und Natur.
In „Design unserer Zeit: Materielle Welten“ diskutierten Tom Dixon CBE und Lina Ghotmeh gemeinsam mit Celâleddin Çelik, wie zeitgenössisches Design und Architektur inmitten des rasanten technologischen Wandels menschlich, haptisch und historisch bewusst bleiben können. Liam Youngs Präsentation von „Planet City“, begleitet von einer Live-Performance von Forest Swords, erweiterte das Programm um eine immersive Dimension.
Fragen der kulturellen Führung, der institutionellen Verantwortung und der Zukunft des Designs prägten „Designing Design Worlds“ mit Dominique Petit-Frère, Beatrice Leanza, Justine Simons OBE, Sheikha Reem Al-Thani und Ben Evans CBE. In „Das Museum hat das Gebäude verlassen“ entwarfen Alper Derinboğaz, Beral Madra, Ömer Selçuk Baz, Guta Moura Guedes, Anastasia Sinitsyna und Banu Uçak das Museum als ökologischere, partizipativere und öffentliche Institution neu.
Der erste Tag endete mit einem Gespräch zwischen Caroline Roux und Hussein Chalayan MBE über die Schnittstellen von Mode, Kunst und Technologie.