Maserati inszeniert seinen neuen GranTurismo mit großem Anspruch: Die aktuelle Kampagne verbindet italienische Sportleidenschaft mit dem Markenversprechen von Eleganz, Leistung und zeitlosem Stil. Am Steuer des GranTurismo sitzt Fußballlegende Alessandro Del Piero, der durch ein menschenleeres New York fährt – begleitet vom markanten Klang des Nettuno-V6. Der Film entstand vollständig mit Hilfe Künstlicher Intelligenz und wird von Maserati auch ausdrücklich als KI-Produktion ausgewiesen.
Inhaltlich transportiert der Spot vieles von dem, wofür die Marke seit Jahrzehnten steht. Der GranTurismo verkörpert jene seltene Mischung aus souveräner Sportlichkeit, luxuriösem Reisekomfort und italienischer Designkultur, die Maserati seit jeher von vielen Wettbewerbern unterscheidet. Die ruhige Bildsprache und der Verzicht auf Dialoge rücken das Automobil konsequent in den Mittelpunkt.
Gerade deshalb fällt jedoch auf, dass die KI-Technologie den hohen ästhetischen Ansprüchen der Marke noch nicht vollständig gerecht wird. Zwar erzeugt der Film beeindruckende Szenerien, doch insbesondere die Mimik und Gestik der dargestellten Personen wirken stellenweise unnatürlich und erinnern eher an digitale Avatare als an reale Menschen. Auch die insgesamt flache Bildwirkung lässt den Spot künstlich erscheinen – möglicherweise bewusst, um einen überzeichneten Hyperrealismus zu vermeiden.
Die Kampagne zeigt damit zweierlei: Maserati beweist Mut, neue kreative Werkzeuge einzusetzen, und positioniert sich als innovative Luxusmarke. Gleichzeitig macht der Film deutlich, dass KI-generierte Bewegtbilder trotz rasanter Fortschritte noch nicht jene cineastische Qualität erreichen, die hochwertiges CGI aus Hollywood längst bietet. Für eine Marke, deren Fahrzeuge Emotionen, Perfektion und Sinnlichkeit verkörpern, bleibt das ein spürbarer Widerspruch.