Gestern startete die Maison & Objet bzw. die Paris Design Week, die in Frankreich wichtigsten Events im Einrichtungs- und Designbereich. Mit dabei einer der erfolgreichsten Gestalter der letzten Jahre: Alain Gilles. Der Belgier stellt im Zuge der Messe seine „Nova“-Kollektion vor, die er für XL Boom (ebenfalls Belgien) kreiert hat. Außerdem präsentiert er – zum ersten Mal – die kürzlich eingeführte „Pile“-Kollektion.
Rippen und Textur
Die Keramikvasen-Kollektion „Nova“ schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie spiegelt die Entwicklung der Keramiktechniken wider, aber auch die Gemeinsamkeiten zwischen alten Herstellungsweisen und den neuen digitalen Tools. Einerseits soll „Nova“ Kreativität und Verspieltheit anregen, gleichzeitig aber eine starke grafische Präsenz entwickeln.
Es sind auf den ersten Blick einfache geometrische Formen. Diese scheinbare Schlichtheit wird jedoch durch eine reiche Textur mehr als wett gemacht. Die dadurch entstehenden Licht und Schatten Effekte verleihen den Objekten einen unverwechselbaren Charakter. Die gerippte oder gewellte Textur nimmt die gesamte Oberfläche der Keramikvasen ein bis hin zur Öffnung.
Dynamisch gestapelt
Eine der faszinierendsten kreativen Ideen entwickelte Gilles mit „Piled“. Die Vasen sind vom Bild des Gestapelten inspiriert. Es scheint, als ob imaginäre Keramikschalen in einem Schrank übereinander gestapelt und so zu einem funktionalen Objekt – in diesem Fall einer Vase – verwandelt worden wären. Durch die Fülle ihrer Formen entsteht eine Dynamik innerhalb der Struktur der Vase selbst. Sie erscheint, wie eine Komposition aus zwei Elementen.
Die Maison & Objet läuft von 4. bis 8. September, die Paris Design Week bis 13. September 2025. Übrigens ist im Zentrum von Paris auch die „Illusion“-Console von Gilles zu sehen, die er für Glass Variations entworfen hat (bei The Lafayette Anticipations).