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Ars Electronica Futurelab: Verkehrsberufe im Jahr 2050

von redaktion
Verkehrsberufe im Jahr 2050

Im Auftrag des österreichischen Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) erstellte das Ars Electronica Futurelab eine Studie zum Thema „Verkehrsberufe der Zukunft“. Erforscht wurden diese im Hinblick auf Mobilität, Logistik und Verkehrssicherheit. Absehbare Zukunftsszenarien betreffen das autonome Fahren, steigende Sharing Economy sowie die alles durchdringende Digitalisierung. Die Frage lautete: Welche neuen Berufsbilder können dabei entstehen? Oder aber – welche Berufe werden obsolet sein bzw. sich stark verändern müssen?

Klaus Robatsch, Bereichsleiter für Verkehrssicherheit am KFV: „Moderne Fahrerassistenzsysteme und automatisches Fahren können und werden wohl auch auf weit mehr mobilitätsbezogene und verkehrssicherheitsrelevante Bereiche als das Thema Lenkerausbildung Auswirkungen haben. Die Durchführung der Studie Berufe der Zukunft ist die logische Konsequenz dieser Überlegungen.“

Das Ars Electronica Futurelab entwickelte vier Zukunftsszenarien für das Jahr 2050, in die über 60 verschiedene Berufsbilder, Lebensläufe, Kompetenzkompasse und Aktivitäten-Logs eingeflossen sind. Dabei gehen die Forscher*innen hypothetisch davon aus, dass 2050 einerseits Level-5-Automatisierung vollständig machbar ist und andererseits die CO2-Emissionen soweit im Griff sind, dass Verkehr in größerem Ausmaß noch möglich ist. Zwischen diesen beiden Annahmen spielen sich die erstellten Szenarien ab. Maria Pfeifer ist verantwortliche Forscherin am Ars Electronica Futurelab und erklärt: „Diese Szenarien sind nicht als Entweder-oder gedacht. Sie helfen uns, die Vielfalt an Möglichkeiten abzubilden und zeigen, wie sich Berufe mit wechselnden Rahmenbedingungen ändern können.“ Je nach Szenario wird ein potenzieller Zukunftsaspekt auf die Spitze getrieben. Die Palette reicht von teilautomatisierten Fahrabschnitten mit hoher Kontrolle durch die Menschen bis zur Vollautomatisierung und totaler Überwachung, damit die Umwelt möglichst geschont wird.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass in Zukunft digitale Grundkenntnisse sowie soziale Kompetenzen immer wichtiger sein werden. Ebenso sollen die Hybrid Skills, die Mischkompetenzen eine steigende Bedeutung bekommen. Das Kombinieren von Wissen aus unterschiedlichen Bereichen soll einen Vorteil verschaffen. Auch ein alter Hut wird in der Zukunft getragen: kontinuierliches Fortbilden und ständiges Dazulernen. Auf jeden Fall kommen in der Zukunft große Herausforderungen auf den Bildungssektor zu, Unternehmenskulturen müssen neu gedacht sowie die Frage beantwortet werden, wie die Gesellschaft mit neuen Technologien umgehen soll.

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