Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat sich für die dritte Ausgabe der IAA MOBILITY in München einiges vorgenommen. Vom 9. bis 14. September werden Themen wie urbane Mobilität, Ladeinfrastruktur, Software Defined Vehicles oder autonomes Fahren intensiv beleuchtet. Dabei geht es nicht nur um die Präsentation von Neuheiten der Autohersteller, sondern auch und viel mehr um Dialog und Debatte über die Zukunft der Mobilität. Den Kern bildet die IAA Conference, wo in über 200 Programmpunkten auf fünf Bühnen 500 internationale Speaker Keynotes halten und Visionen über unsere Maschinen-Fortbewegung austauschen.
„Die IAA MOBILITY 2025 versteht sich als globale Bühne, die den Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen Industrie, Forschung und Gesellschaft fördert“, sagt VDA Geschäftsführer Jürgen Mindel. Aber nicht nur geballte Fachkompetenz wird in München geboten, auch das direkte Erlebnis für die Besucher spielt eine wichtige Rolle. Neueste Technologien wie Advanced Driver Assistance Systems können hautnah getestet werden. Christian Vorländer, Geschäftsbereichsleiter Mobility der Messe München spricht von einer Veranstaltung für Innovationen zum Angreifen. „… sie ist Erlebniswelt und Testlabor zugleich“, schwärmt er.
News zum Probefahren
Tatsächlich sind Test Drives so beliebt wie nie zuvor. Besucher können E-Autos, E-Bikes oder elektrisierte Motorräder direkt vor Ort ausprobieren. Insgesamt sind 231 Fahrzeuge für Testfahrten angemeldet. Marken wie Audi, BYD, Ford, Hyundai, KIA, Mercedes-Benz. Porsche, Togg oder VW bieten ihre neuesten Modelle für Probefahrten an. 15 Aussteller zeigen mit 25 Fahrzeugen, wie sich autonomes Fahren anfühlt – darunter Aumovio, Mobileye, Valtech/Holoride oder die Technische Universität München. Besucher können als Beifahrer automatisierte Fahrfunktionen live auf den Straßen rund um das Messegelände erleben.
Zudem richtet die Autobahn GmbH während der IAA MOBILITY einen exklusiven Betriebsbereich für hochautomatisiertes Fahren auf der A94 zwischen dem Autobahnkreuz München-Ost und Münchner Innenstadt ein. Es sollen verschiedene C-ITS Use Cases (Baustellenwarnung, Einsatzfahrzeugwarnung, Fahrzeugdaten sowie Verkehrslage) demonstriert werden. Zusätzlich wird auf der A94 ein Bereich für das automatisierte Fahren Level 3 bzw. Level 4 eingerichtet. Teilnehmer für letzteres sind auch Mercedes-Benz im Open Space und Volkswagen am Summit.

Start-up Welt
Geht es um die Zukunft der Mobilität, sind die Ideen von Start-ups ein wichtiger Impulsgeber. Auf der Messe werden ca. 70 Start-ups ihre Innovationen zeigen. Bei vielen davon geht es um die Themen Künstliche Intelligenz, Digital Solutions, Charging Infrastructure, autonomes Fahren, aber auch Recycling und Circular Economy.
Dass auch bei der Mobilität mittlerweile smarte digitale Tools und Lösungen unabdingbar sind, ist wahrlich keine Neuheit. Schließlich ist ein E-Auto eher eine Software-bestimmte Maschine als ein mechanisches Gefährt. Die Datensammelgier von Big Tech setzt sich auch hier fort. So werden mit Telematics Fahrzeugdaten „genutzt“, die über GPS und andere Sensoren erfasst werden, um Fahrverhalten zu analysieren und Versicherungsprämien anzupassen. Die Möglichkeiten für Disziplinierungsmaßnahmen sind offensichtlich. Nun gut, die Freiheit auf der Straße hat sich spätestens mit dem Ausrollen des automatisierten Fahrens sowieso erledigt. Ein paar Jahre Zeit bleiben noch.