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Spatenstich für E-Bus-Zentrum in Wien

von Uwe Prenner
E-Bus-Testbetrieb Wr. Linien

Für eine umweltfreundlichere Mobilität im urbanen Raum ist der öffentliche Personennahverkehr von entscheidender Bedeutung. Auch wenn enorm viel medialer Wind um E-Autos und die Transformation der Autoindustrie gemacht wird, sind es doch Züge, Straßenbahnen und Busse, die das größte Potenzial haben. Über einen hervorragend ausgebauten ÖPNV verfügt die Stadt Wien. Der städtische Verkehrsdienstleister, die Wiener Linien verfolgen eine Strategie, die auf die Weiterentwicklung von umweltfreundlichen Antriebstechnologien setzt. Ein Teil davon gilt der Elektrifizierung der Bus-Flotte. Nun erfolgte der Spatenstich für das Großprojekt eines sogenannten E-Kompetenzzentrums in Siebenhirten (23. Bezirk).

Ein Zentrum für 52 E-Busse

Für das neue Zentrum für E-Mobilität bauen die Wiener Linien eine eigene E-Bus-Garage sowie die dazugehörige Infrastruktur für Ladung, Instandhaltung und Servicetätigkeiten für 52 E-Busse. Das gesamte Projekt ist auf Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit ausgerichtet. So wird die begrünte Dachfläche der neuen Bus-Garage mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet sein. Die PV-Anlage produziert Strom zur Ladung der Busse, die begrünte Fläche darunter wirkt kühlend, speichert Regenwasser und filtert Luftschadstoffe und Feinstaub aus der Luft. Die Abwärme der Ladegeräte wird wiederum für das Beheizen der Aufenthaltsräume und des Werkstättengebäudes benutzt. Bei der Erweiterung des bestehenden Expedits (österreichisch für Versandabteilung) setzt man zudem auf Holz statt Beton.

So soll das E-Kompetenzzentrum im Süden Wiens aussehen. © Wiener Linien

„Damit die Mobilitätswende gelingen kann, braucht es innovative Ansätze und erprobte emissionsfreie Fahrzeuge. Hier setzen wir in Siebenhirten an. Nicht nur die E-Bus-Flotte spart CO2 ein, auch das E-Kompetenzzentrum selbst. Durch den effizienten Einsatz von Ressourcen und neuester Technologie werden pro Jahr 34.000 kg CO2 eingespart”, prognostiziert Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien.

Fertigstellung bis Ende 2023

Bereits 2013 wurden die Innenstadtlinien 2A und 3A auf Batteriekleinbusse umgestellt. Nun wollen die Wiener Linien auch Normalbusse Zug um Zug durch E-Busse ersetzen. Welche E-Busse in Zukunft unterwegs sein werden, ist noch nicht entschieden. Alle E-Busse sollen aber mit einer CO2-Klimaanlage mit Wärmepumpe ausgestattet sein, die klimaschonender ist als eine herkömmliche Bus-Klimaanlage – sowie über eine elektrische Heizung verfügen. Die Ausschreibung für die E-Busse läuft derzeit. Der Bau des E-Kompetenzzentrums soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein. Die Wiener Linien planen, bis 2025 sieben Buslinien vorwiegend im Süden Wiens auf E-Busse umzustellen.

Schon vor 9 Jahren wurden die Wiener Innenstadtlinien auf Batteriekleinbusse umgestellt. © Wiener Linien

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