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Wasserstoffzug geht in nächste Projektphase

von redaktion
Coradia ILint Weser-Elbe-Netz

Nach einem Probebetrieb mit den beiden weltweit ersten Wasserstoffzügen im Weser-Elbe-Netz, der nach 530 Tagen und über 180.000 gefahrenen Kilometern Ende Februar 2020 erfolgreich beendet wurde, sollen nun in der nächsten Projektphase die bisher verwendeten Dieselzüge durch 14 Coradia iLint-Serienzüge von Alstom ersetzt werden. Für die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen LNVG bedeutet dies eine Investition von rund 81 Millionen Euro. „Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Probebetrieb sind die Voraussetzungen für einen Dauerbetrieb der Wasserstoffzüge ab 2022 erfüllt. Die LNVG trägt damit zu einer Umsetzung von nachhaltigen, innovativen und ökologischen Mobilitätslösungen insbesondere im ländlichen Raum bei“, sagt Carmen Schwabl, Geschäftsführerin LNVG.

Unsere Fahrgäste waren von Beginn an sehr neugierig auf die Züge mit der neuen Antriebstechnologie. Neben der sehr geringen Geräuschbelastung kann der Wasserstoffzug insbesondere in Zeiten des Klimawandels mit seiner Emissionsfreiheit punkten. Für unsere Lokführer stellte der Betrieb des Coradia iLint eine ganz besondere Motivation dar“, beschreibt Andreas Wagner, Geschäftsbereichsleiter SPNV und Prokurist der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (evb) die Zeit des Probebetriebs. Jörg Nikutta ist Sprecher der Geschäftsführung von Alstom in Deutschland und Österreich und betont, dass man aus dem Einsatz der Brennstoffzellenzüge wertvolle Daten für die Weiterentwicklung der Antriebstechnologie gewonnen habe. „Unsere beiden Vorserienzüge des Coradia iLint haben in den vergangenen eineinhalb Jahren bewiesen, dass Brennstoffzellentechnologie im täglichen Fahrgastbetrieb erfolgreich eingesetzt werden kann“, gibt sich Nikutta zufrieden.

Alstom wird die Brennstoffzellenzüge für die LNVG in Niedersachen an seinem Standort Salzgitter produzieren. Außerdem sorgt das Unternehmen für einen Zeitraum von 30 Jahren auch für die Instandhaltung der Fahrzeuge und die Energieversorgung. Das Gas- und Engineering-Unternehmen Linde wird für die Serienzüge eine Wasserstofftankstelle in der Nähe des Bahnhofs Bremervörde errichten und betreiben.

Der Coradia iLint zeichnet sich durch saubere Energieumwandlung, flexible Energiespeicherung in Batterien sowie intelligentes Management von Antriebskraft und verfügbarer Energie aus. Gezielt entwickelt für den Einsatz auf nicht elektrifizierten Strecken, ermöglicht er einen sauberen, nachhaltigen Zugbetrieb unter Beibehaltung einer hohen Leistung. Eine ideale Alternative für Strecken, die nicht elektrifiziert sind und derzeit von Dieselzügen bedient werden. Der Coradia iLint punktet mit Emissionsfreiheit, ist geräuscharm und stößt lediglich Wasserdampf und Kondenswasser aus.


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