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Alejandro Aravena ist neuer Vorsitzender der Pritzker-Prize-Jury

von redaktion
Alejandro Aravena, Foto: Andrea Avezzù

Der chilenische Architekt Alejandro Aravena wird neuer Vorsitzender der Jury des Pritzker Architecture Prize, wie die Organisation heute bekannt gab. Außerdem wird Manuela Lucá-Dazio Beraterin des Preises und die nächste Exekutivdirektorin ab März 2021. Im kommenden Jahr wird dieser wichtigste Architekturpreis bereits zum 43. Mal verliehen.

Aravena, der den Pritzker Prize selbst im Jahr 2016 erhielt, war schon von 2009 bis 2015 Mitglied der Jury. „Wir freuen uns, Alejandro Aravena wieder willkommen zu heißen. Er bringt in dieser neuen Funktion ein frisches Führungsmodell mit, um unsere unabhängige, internationale und angesehene Jury zu leiten“, sagt Tom Pritzker, Vorsitzender der Hyatt Foundation, die den Preis sponsert.

Alejandro Aravana ist Gründer und CEO von ELEMENTAL, einem „Do-Tank“, der sich auf Projekte von öffentlichem Interesse und die sozialen Auswirkungen von Wohnen, Infrastruktur, Verkehr und öffentlichem Raum konzentriert. Seine Architektur zeugt von großem Engagement für die Gesellschaft und schafft Werke, die auf soziale, humanitäre und wirtschaftliche Bedürfnisse eingehen. „In der Vergangenheit ging es in der Architektur darum, innovative Alternativen zu schaffen und Möglichkeiten zu erträumen – aber sie ist auch eng mit der Gesellschaft verbunden. Als Juror*innen besteht unsere Aufgabe zunächst darin, sensibel zu sein für Fragen, die von der Gesellschaft an die Profession der Architektur herangetragen werden. Wir müssen jene Architekt*innen identifizieren, die versuchen, das Wissen der Architektur zu nutzen, um diese Fragen in Projekte umzusetzen“, erklärt Aravena.

Manuela Lucá-Dazio wird die nächste Exekutivdirektorin des Pritzker-Preises.

Manuela Lucá-Dazio war zuletzt Exekutivdirektorin der Abteilung für bildende Kunst und Architektur der Biennale von Venedig. Seit 2009 arbeitete sie mit renommierten Kurator*innen, Architekt*inne, Künstler*innen und Kritiker*innen zusammen, um die International Art Exhibition und die International Architecture Exhibition zu realisieren. Davor war sie seit 1999 für die technische Organisation und die Produktion dieser beiden Ausstellungen verantwortlich. Sie promovierte in Architekturgeschichte an der Universität von Roma-Chieti und lebt in Paris. „Es ist eine riesige Ehre, die nächste Exekutivdirektorin des Pritzker-Architekturpreises zu werden, einem essentiellen Bezugspunkt in der Architekturwelt und noch mehr in einem so wichtigen historischen Moment für den Diskurs und die Praxis der Architektur“, kommentiert Lucá-Dazio ihre Ernennung.

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