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Erstes Flüssigkeitskühlsystem für Batterien von E-Autos

von redaktion
Miba FLEXcooler®

Die Kühlung der Batterien ist ein Hauptthema bei der Entwicklung von Elektroautos. Zu hohe Temperaturen beeinträchtigen nicht nur die Reichweite, sondern wirken sich negativ auf die Lebensdauer aus. Vor allem im Hinblick auf das Fast Charging sind möglichst niedrige Temperaturen erfolgsentscheidend. Nun hat das österreichische Unternehmen Miba mit dem FLEXcooler® ein Batteriekühlsystem entwickelt, das sich flexibel an die Batteriezellen anpassen kann. Dadurch ist eine optimale Verbindung zwischen Kühlkörper und Batteriezellen möglich.

Dieses am Markt erste Flüssigkeitskühlsystem ist ein wichtiger Schritt in puncto Thermomanagement. Durch die enge Verbindung zwischen Kühlung und Zellen braucht der Miba FLEXcooler® keine Gapfiller, also Materialien zum Auffüllen des Raumes zwischen Batteriezellen und Kühlsystem. Der leichte Miba FLEXcooler® kann für prismatische, zylindrische und Pouch Batteriezellen verwendet werden. Miba ist teil des EU-Forschungsprojekts „i-HeCoBatt“ (Intelligent Heating and Cooling Solution for Enhanced Range EV Battery Packs), an dem Partner aus Forschung, Industrie sowie Start-ups aus Österreich, Deutschland, Spanien und Frankreich beteiligt sind. Ziel ist es, den FLEXcooler mit Sensoren auszustatten, die der wichtigen Informationserhebung über die Temperaturverteilung in der Batterie dienen. Dadurch können die Funktionen im laufenden Betrieb gesteuert und optimiert werden, was sich positiv auf die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer auswirkt.

Der Automobilzulieferer Miba bietet für die E-Mobilität eine ganze Reihe von Lösungen an: Hochleistungswiderstände sind im Serieneinsatz, Produktionsanlagen für Elektromotoren-Statoren werden gebaut oder die Entwicklung von Sinterformteilen und Reibbelägen für Hybridfahrzeuge. Gerade im Bereich Elektrifizierung des Verkehrs gilt es noch viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu leisten, deshalb beteiligt sich Miba an Projekten wie der Powerfuse zur Absicherung von Hochvoltbatterien, der Produktion von Hairpin-Statoren für E-Motoren oder der Entwicklung eines Axialflussmotors. Für Miba CEO F. Peter Mitterbauer ist klar: „Die eMobility ist ein Wachstumsfeld für uns. Wir sehen die Elektrifizierung als Chance, gemeinsam mit unseren Kunden ein zusätzliches Geschäftsfeld aufzubauen.“


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