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FACC startet Testflüge mit Flugtaxi in Österreich

von redaktion
FACC, EHang 2016 Testflug

Das von FACC produzierte autonome Fluggerät EHang 216 absolvierte einen erfolgreichen Testflug unter Aufsicht der Austro Control und erhielt auf Basis der durchgeführten Tests die Erprobungsbewilligung durch die österreichischen Behörden. „Der erfolgreiche Testflug unseres autonomen Flugtaxis im österreichischen Luftraum ist der Startschuss für ein umfassendes Testprogramm des EHang 216. Wir schaffen damit das Fundament für die Zulassung einer innovativen, hochflexiblen und nachhaltigen Verkehrs- und Transportlösung für urbane Ballungszentren. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team und gratuliere zu diesem bahnbrechenden Meilenstein”, sagt Robert Machtlinger, CEO der FACC AG. Nun kann FACC gemeinsam mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden weitere Flugerprobungsprogramme vorantreiben.

Der erste Testflug des EHang 216 im offenen Luftraum wurde am Gelände von FACC in St. Martin im Innkreis (OÖ) durchgeführt. Für das Gelingen war die enge Zusammenarbeit zwischen den Spezialisten-Teams der Austro Control und der FACC ausschlaggebend. Besonders in den Wochen vor dem Testflug wurde gemeinsam mit dem EHang Engineering-Team und der Austro Control eine Vielzahl an technischen Tests und Überprüfungen für die Flight Test Unit abgeschlossen.

Zwei kompetente Partner

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft bringen FACC und EHang ihre jeweiligen professionellen Stärken ein. EHang tritt als Erfinder und Experte für alle Fragen rund ums autonome Fliegen auf und besitzt umfangreiches Know-how bei Connectivity und Software-Lösungen. FACC wiederum ist Spezialist im Bereich Hightech-Hardware mit Entwicklung, Zertifizierung und Fertigung von Leichtbaukomponenten und -systemen.

Wichtig sind auch die Kooperationen mit Industriepartnern, Politik und Luftfahrtbehörden. So arbeiten die Behörden intensiv an den Regularien für den individuellen Luftverkehr. Auch die Implementierung von Testgebieten in Österreich wird forciert. „Der Markt im Bereich Urban Air Mobility birgt enorme Möglichkeiten und Chancen. Das Einsatzgebiet ist vielschichtig und spannt sich von Such- und Rettungsdiensten über Versorgungsflüge für Materialien in schwer zugängige Gebiete, Ambulanzflüge bis hin zu Taxiflügen in Mega-Cities. FACC und das starke Netzwerk an innovativen Partnerfirmen, Behörden, Universitäten und FHs, aber auch das Land Österreich sind Vorreiter in diesem Bereich“, betont Machtlinger.

Das Fluggerät

Der EHang 216 ist ein senkrecht startendes und landendes autonomes Luftfahrzeug, das von sechzehn leistungsstarken Elektromotoren an acht Doppel-Rotorarmen emissionsfrei angetrieben wird. Effiziente Leichtbaustrukturen sorgen für geringes Gewicht und hervorragende Aerodynamik. Mit einer Reichweite von derzeit ca. 40 Kilometern, einer maximalen Nutzlast von 220 Kilogramm und einer Reisegeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde ist der für zwei Passagiere konzipierte EHang 216 nicht nur für den Personentransport in urbanen Räumen einsetzbar, sondern bietet sich auch für logistische Aufgaben, wie etwa Flüge zum Transport dringender Notfallgüter oder für risikoreiche Einsätze aus der Luft bei Umweltkatastrophen an.

Der EHang 216 hat in China bereits mehrere Tausend bemannte Flugstunden absolviert und im Mai von der chinesischen Zivilluftfahrtbehörde (CAAC) die weltweit erste Genehmigung für den kommerziellen Betrieb für logistische Zwecke erhalten. Mit dem erfolgreichen Erstflug des EHang 216 in Österreich setzt FACC gemeinsam mit EHang nun einen wichtigen Schritt zur Einführung des autonomen Fliegens in Europa.


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