Home Innovation Induktives Laden von E-Autos – die Energie kommt aus der Straße

Induktives Laden von E-Autos – die Energie kommt aus der Straße

von redaktion
© Benjamin Wiens / Pixabay

Ein Forschungsprojekt an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen) geht der Frage nach, wie Konzepte und Werkstoffsysteme aussehen können, die die Energieübertragung zwischen Fahrzeug und Straße bewirken und verbessern. Ziel ist, dass E-Autos während des Fahrens die zum Betrieb erforderliche Energie aus einem Induktionsfeld beziehen. In die Straße eingelassene Induktionsmodule sollen diese Energie erzeugen. Dazu ist es auch notwendig, den Aufbau der dafür nötigen Infrastruktur zu erforschen. Das Projekt trägt den aussagekräftigen Titel „InductInfra – Induktive dynamische Energieversorgung von Fahrzeugen über die Straßenverkehrsinfrastruktur“. Dafür kooperieren das Institut für Straßenwesen unter der Leitung von Prof. Markus Oeser und das Institut für Elektrische Maschinen von Prof. Kay Hameyer. Das deutsche Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur finanziert die Forschungen über das „Innovationsprogramm Straße“ bis Oktober 2023 mit rund 1,6 Millionen Euro.

Die Elektrifizierung des Individual- und Wirtschaftsverkehrs steht derzeit hoch im Kurs und trotz erheblicher Anstrengungen mehrere Industriezweige gibt es etwa für den Fernverkehr noch viele ungelöste Probleme: die mangelnde Reichweite, die Batteriegröße, das Batteriegewicht und die lückenhafte Ladeinfrastruktur. Was aber, wenn Fahrzeuge kontinuierlich laden könnten, also die Energieübertragung zwischen Fahrzeug und Fahrbahn während der Fahrt erfolgen würde? Das Ergebnis: Elektrofahrzeuge mit quasi unbegrenzter Reichweite, moderater Batteriegröße und dadurch geringem Batteriegewicht. Die RWTH-Wissenschaftler*innen wollen dafür Induktionsmodule, erforderliche Werkstoffe und Technologien für deren dauerhafte Integration in die Verkehrsinfrastruktur entwickeln. Außerdem sollen Potenzial, Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit der Versorgung der Induktionsmodule durch regenerative Energie ermittelt werden.


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