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O&O Baukunst baut Siemensstadt 2.0

von redaktion
Siemensstadt 2.0

Der Sieger des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung der Siemensstadt Berlin heißt O&O Baukunst. Das Berliner Büro konnte mit seinem Entwurf, der in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten capatti staubach entstand, die Jury überzeugen. Stefan Behnisch, Jury-Vorsitzender: „Die Jury sieht in diesem Entwurf eine gute Grundlage für die Gestaltung der zukünftigen Siemensstadt. Er ist kein fertiges Bild, sondern er lässt Raum für notwendige Entwicklungen. Dies ist ein Entwurf, der respektvoll mit den historischen Gebäuden umgeht, und sie gleichzeitig in eine zeitgemäße Nutzung führt. Er erfüllt in großen Teilen die heutigen Bedingungen, lässt jedoch auch Raum für die künftigen Entwicklungen einer modernen, neuen Wohn- und Arbeitsstadt.“

Im Zuge der zweitägigen Jurysitzung wurden die Entwürfe der insgesamt 18 eingeladenen Architektur- und Stadtplanungsbüros von einer 16-köpfigen Jury bewertet, die sich paritätisch aus Vertretern der Stadt Berlin und Siemens zusammensetzte. Gemeinsam mit ihren Stellvertretern und mehr als 50 Sachverständigen beurteilten sie die Einreichungen nach verschiedensten Kriterien und kürten dann einstimmig das Konzept von O&O Baukunst zum Sieger. Der ausgewählte Entwurf setzt auf eine „nachvollziehbare Einfachheit als städtebauliches Konzept“. Sämtliche Erdgeschosszonen werden als durchgängiges, öffentliches „Stadtgeschoss“ gestaltet. Ein neues Zentrum, das bei der Jury auf besonderes Wohlgefallen stieß, bildet ein prägnantes Hochhaus mit davor liegendem „Stadtplatz“. Zusätzliche Bauten mit einer Gesamtlänge von 60 Metern markieren an ausgewählten Positionen die Eingänge zum Areal. Die Schaltwerkhallen werden zum Teil für öffentliche und kulturelle Nutzungen umgestaltet, das Schaltwerkhochhaus soll in Zukunft neben Büros auch Wohnungen und ein Hotel beherbergen. So entsteht ein vielfältig strukturiertes, gemischt genutztes Quartier.

Es wird ein neuer, lebenswerter Stadtteil entstehen, in dem die Bürger wohnen, arbeiten, lernen und forschen können. Wir holen den Kiez zu uns in die Siemensstadt. Wir holen Berlin und die Welt zu uns“, zeigt sich Siemens AG Vorstand Cedrik Neike begeistert und Finanzvorstand Prof. Dr. Ralf P. Thomas ergänzt: „Die Siemens AG wird hier in den kommenden Jahren mit bis zu 600 Millionen Euro in einen Zukunftsstandort investieren, der weit über die Grenzen Berlins hinaus Strahlkraft entwickeln wird.“ Die Siemensstadt 2.0 ist als Smart District angelegt, der CO2-neutral betrieben wird. Es soll eine lebendige Forschungs-, Produktions- und Wohnstätte entstehen, in der Lösungen für den Klimaschutz oder innovative Mobilitätskonzepte ebenso einbracht werden, wie digitale Anwendungen in den Bereichen Internet of Things oder Künstliche Intelligenz. Die ersten Bauarbeiten sollen 2022 beginnen.

Die Entwurfspläne für das Projekt Siemensstadt 2.0 von O&O Baukunst und capatti staubach Urbane Landschaften sind in der historischen Mosaikhalle des zentralen Verwaltungsgebäudes auf dem Siemensgelände in Berlin Spandau ausgestellt und öffentlich zugänglich.


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Start für die Siemensstadt 2.0 in Berlin


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