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Sieger des Internorm-Architekturwettbewerbs 2023

von redaktion
Duett Pradl, WORK SPACE, Internorm

Mit dem Internorm-Architekturwettbewerb wurden heuer zum 7. Mal herausragende Gebäude ausgezeichnet. Die Jury kürte im Objektbau das Innsbrucker Wohn- und Geschäftsbauprojekt „Duett Pradl“ von WORK SPACE-Architekten und im Privatbau das „Black House“ der slowakischen Architektin Jana Ralbovská. Der Anerkennungspreis ging an CAN Architects aus Ungarn für die Gestaltung einer Schule im „Einklang mit der Natur“.

Mit diesem Preis werden Architekten geehrt, die herausragende Bauten schaffen, indem sie Fenster und Türen von Internorm, der größten Fenstermarke Europas, „auf besondere Weise“ einsetzen. Dabei geht es auch um zukunftsweisendes Bauen. Nach Ansicht der Jury erfüllt diese Anforderung das in Innsbruck ansässige Architekturbüro WORK SPACE mit dem neu gebauten Wohn- und Geschäftsbauprojekt „Duett Pradl“. Gelobt wurde die stimmige, offen gestaltete Komposition der verschiedenen Baukörper, die sich perfekt in die heterogene Umgebung einfügen würden.

Zwei Gebäudekomplexe, bestehend aus öffentlichen Erdgeschoßen und darüber liegenden solitären Wohnbaukörpern bilden im „Duett Pradl“ eine Komposition mit hochwertigen Außenräumen. © David Schreyer

Die Durchlässigkeit der Bebauung und die Orientierung zur Stadt hin wirke identitätsstiftend für das neue Quartier. „Das Projekt fügt sich trotz hoher Dichte sensibel in den umgebenden Bestand ein. Die unaufgeregte und gekonnte Verwendung der Fenster als Gestaltungselement zeichnet das Duett Pradl aus. Besonders hervorzuheben ist zudem die allen Seiten gleichsam zugrunde liegende Gestaltungssorgfalt“, betont Jury-Mitglied Christoph Mörkl und Anette Klinger ergänzt: „Besonders charmant finde ich den Umgang mit dem Sonnenschutz. Der Kasten wird nicht versteckt, sondern wird bewusst optisch als Umrahmung des Fensters genutzt. Endlich ein Projekt, das nicht dunkelgrau oder weiß als Fensterfarbe wählt, sondern mit einem Goldton die Fassade bewusst gestaltet.“

Der Bezug von innen und außen

Der Hauptpreis in der Kategorie Privatbau geht an die Architektin Jana Ralbovská für ihr Projekt „Black House“. Das neugebaute Einfamilienhaus würde mit beeindruckenden Innen- und Außenräumen punkten und bis ins kleinste Detail durchdacht sein. „Das unaufdringliche Gebäude besticht durch großzügige Räume mit schönen Lichtsituationen, einer einladenden Atmosphäre und warmen, harmonischen Materialien“, begründet Jury-Mitglied und Architektin Catherina Fineder die Preisvergabe. „Der nach außen kompakte, reduzierte und zurückhaltende Baukörper wird im Innenraum zum lichtdurchfluteten, großzügigen und einladenden Wohnraum für die ganze Familie. Die Fenster sind ganz bewusst eingesetzt, um mit Ausblicken in den Garten den Wohnraum zu erweitern und mit Licht zu durchfluten. Sie schaffen Privatsphäre, aber auch Bezug zum Garten“, urteilt Anette Klinger.

Hauptpreis Privatprojekt für Jana Ralbovskás „Black House“. © DAKO Slovakia

Beide Hauptpreise sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert.

Alt und Neu

Der diesjährige Anerkennungspreis geht an CAN Architects für die Neugestaltung der „Naša Škola“ in Ungarn. Die Architekten sanierten ein bestehendes Schulgebäude und erweiterten es um eine hochmoderne neue Lernumgebung. „Der unaufgeregte Umgang mit dem Bestand, die bewusste, einfache Gestaltung der neuen Elemente und die außergewöhnlich präzise Blickführung durch geschwungene Bewegungsführung und Fenstersetzung zeichnet dieses sehr sympathische Projekt als Vorbild aus. Dies lässt hoffen, dass andere ähnliche Projekte auch einen derart sensiblen Umgang mit dem Vorhandenen zeigen werden“, wünscht sich Christoph Mörkl und Architektin Anna Moser meint: „Das Projekt ist ein beeindruckendes Beispiel für eine sehr kompakte und ökonomische Renovierung, welche aber durch ihren Mut besticht. Das rote, verbindende Dach bereichert den schulischen Alltag und die Lern- und Lebenswelten der Kinder.“

Anerkennungspreis für CAN Architects für „Naša Škola“ © Alex Shoots Buildings

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