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Smart Building – ATP plant für ABB in Mannheim

von redaktion

Das Technologieunternehmen ABB verringert seine Standorte in der deutschen Rhein-Neckar-Region von drei auf zwei. Die Standorte Ladenburg und Mannheim werden zusammengelegt und in einem neuen Multifunktionsgebäude in der Mannheimer Kallstadter Straße 1 zusammengefasst. ATP Frankfurt wurde mit der Planung eines Smart Buildings beauftragt, in dem das komplette ABB-Portfolio an intelligenten Produkten und Systemen sowie digitalen Technologien zur Gebäudeautomation und Energieverteilung verbaut werden soll. Die Chancen stehen also gut, dass dieser Neubau tatsächlich ein Vorzeigeprojekt im Bereich smarter Gebäude wird.

Der Entwurf von ATP architekten ingenieure vereint unterschiedliche operative Einheiten und Arbeitsplätze. So wird das Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 24.000 m² etwa auch das deutsche Forschungszentrum von ABB beherbergen. Der Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten wird weiterhin auf der Entwicklung neuer industrieller Lösungen in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung, Robotik und Elektrifizierung liegen. Gleichzeitig wird das ABB Customer Experience Center (ACE) nach Mannheim verlegt. Im ACE erarbeiten ABB-Experten gemeinsam mit Kunden in Co-Creation-Workshops individuelle, digitale Lösungen, die neue Marktchancen eröffnen. Die Planungen von ATP sind eng mit dem Konzept des Activity-Based-Working (aktivitätsbasiertes Arbeiten) verknüpft, das agiles, kundenorientierte Arbeiten fördern soll. Der Head of Design von ATP Innsbruck Architekt Paul Ohnmacht meinte in diesem Zusammenhang kürzlich, dass Büros in Zukunft so gestaltet sein müssten, dass sie für die Mitarbeiter*innen einen tatsächlichen Mehrwert darstellen würden. Einen Ort, der einen attraktiven Gegenpol zum Homeoffice bilden müsse.

Der Vorstandsvorsitzende der ABB-AG Hans-Georg Krabbe möchte mit diesem Ansatz und dem daraus resultierenden modernen Raumkonzept auch allgemein die Position des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber stärken. Um im Wettlauf um die innovativsten jungen Köpfe in Zukunft die Nase vor dem Mitbewerb zu haben: „Das Multifunktionsgebäude verspricht architektonisch ein Highlight zu werden und ist ein klares Bekenntnis von ABB zur Metropolregion Rhein-Neckar – und eines zu Mannheim … Am Ende der Prüfung aller Möglichkeiten erwies sich der Neubau am Traditionsstandort Mannheim als die wirtschaftlichste und gleichzeitig zukunftsfähigste Option. Hier ist das Unternehmen auch vor 120 Jahren gegründet worden“, begründet Krabbe die Entscheidung. In dem zukunftsgerichteten Gebäude werden über 1.200 Mitarbeiter*innen ihren Arbeitsplatz finden.

Modernität in der Raumgestaltung von Büros bedeutet heute, auch flexibel zu sein und den Mitarbeiter*innen unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten anzubieten. Folgerichtig werden die Beschäftigen in den Entwicklungsprozess eingebunden und deren Bedürfnisse eruiert. Mit dem Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Der zweite Standort von ABB Deutschland befindet sich übrigens in Heidelberg, wo man sich weiterhin auf die Aktivitäten im Geschäftsbereich Elektrifizierung konzentrieren wird. Heidelberg ist auch der größte Produktionsstandort der deutschen ABB.

ATP Frankfurt für ABB in Mannheim

So könnte der smarte Mannheimer ABB-Standort aussehen. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau begonnen werden. © ATP architekten ingenieure


 

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