Home InteriorTOP 5 Interieurs im WOW!house Chelsea Harbour 2026: Die spannendsten Räume des Jahres

TOP 5 Interieurs im WOW!house Chelsea Harbour 2026: Die spannendsten Räume des Jahres

von redaktion
Shepel' Library von Roisin Lafferty. © James McDonald

Mit dem WOW!house im Londoner Design Centre Chelsea Harbour hat sich in den vergangenen fünf Jahren ein Format etabliert, das weit über eine klassische Designausstellung hinausgeht. Für einen Monat entsteht hier ein begehbares Gesamtkunstwerk aus 22 vollständig realisierten Interieurs und Außenräumen. Internationale Top-Designer entwickeln gemeinsam mit renommierten Marken Räume im Maßstab 1:1 – als Experimentierfeld für aktuelle Strömungen in Architektur, Handwerk und Interior Design.

Die Ausgabe 2026 steht unter dem Motto „Themes and Variations“ und kreist um Themen wie Geborgenheit, technologische Innovation, kulturelle Referenzen und fließende Raumkonzepte. Die FORMFAKTOR-Redaktion hat fünf Räume ausgewählt, die diese Ideen besonders eindrucksvoll erzählen.

1. Der Salon für die nächste Generation von Gastgebern

Der Drawing Room von Albion Nord (Turnell & Gigon Group)interpretiert die Tradition des englischen Salons neu. Die oktogonale Architektur zitiert georgianische Vorbilder, während Stoffe, Antiquitäten und handwerkliche Details eine ungezwungene Eleganz erzeugen. Das Narrativ: ein Raum für Gespräche, Kreativität und lange Abende, an denen niemand nach Hause gehen möchte.

Turnell & Gigon Group Drawing Room von Albion Nord. © James McDonald

2. Wellness zwischen Ritual und Technologie

Rigby & Rigby verwandeln das Badezimmer in eine meditative Erlebniswelt, in dem sie die außergewöhnlichen Beschläge von Samuel Heath nutzen. Inspiriert von japanischen und skandinavischen Badekulturen steht eine skulpturale Ofuro-Wanne im Mittelpunkt. Großformatige Bildschirme erweitern den Raum um digitale Landschaften und verbinden traditionelle Materialien mit modernster Technologie. Ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Wellness künftig aussehen könnte.

Samuel Heath Primary Bathroom von Rigby & Rigby. © James McDonald

3. Ein Innenhof für die Seele

Der Courtyard von Richard Miers wirkt wie ein zeitloses Refugium. Patinierte Wände, Naturstein, ein zentraler Brunnen und sorgfältig komponierte Bepflanzungen schaffen einen Ort der Ruhe. Das Konzept setzt bewusst auf die Verbindung von Natur und Architektur und zeigt, wie wertvoll kontemplative Freiräume im urbanen Kontext geworden sind. Die maßgeschneiderte Stücke von Munder Skiles setzt Miers hervorragend in Szene.

Munder Skiles Courtyard von Richard Miers. © James McDonald

4. Mediterrane Lebensfreude unter freiem Himmel

Fettle Design bringt mit der Garden Terrace italienisches Feriengefühl nach London. Inspiriert von Perennials and Sutherland jüngster Kollektion „La Dolce Vita“ treffen farbenfrohe Muster, skulpturale Nischen, Marmorflächen und üppiges Grün aufeinander. Das Interieur-Narrativ feiert das Leben im Freien und die Kunst, alltägliche Momente in kleine Luxus-Erlebnisse zu verwandeln.

Perennials and Sutherland Garden Terrace von Fettle Design. © James McDonald

5. Die Bibliothek als Rückzugsort der Fantasie

Mit der Shepel’ Library schafft die irische Designerin Róisín Lafferty einen Raum der Entschleunigung. Geschwungene Einbauten, versteckte Türen und geheime Nischen erzeugen eine Atmosphäre zwischen Art-Déco-Glamour und kontemplativer Ruhe. Dunkle Lackoberflächen, feine Intarsienarbeiten und eine überraschende Sinnesinstallation machen die Bibliothek zu einem Ort, an dem Entdeckung wichtiger wird als Repräsentation. (Bild ganz oben)

Design als kulturelle Erzählung

Gerade darin liegt die besondere Qualität des WOW!house: Jeder Raum erzählt eine eigenständige Geschichte. Statt Produkte zu inszenieren, präsentieren die Gestalter Ideen darüber, wie wir künftig wohnen, entspannen, arbeiten und zusammenkommen möchten. Das macht die Londoner Schau zu einem der relevantesten Seismografen für die Zukunft des Interior Designs.

Die Ausstellung ist noch bis 2. Juli 2026 geöffnet.


Weitere TOP-Artikel