Home Design 22 Geschenktipps für Designliebhaber*innen

22 Geschenktipps für Designliebhaber*innen

von Caroline Wanderberg
Pumo, Kartell

Das Jahr 2020 bringt auch für die Weihnachtssaison Außergewöhnliches. Ob und wie wir zusammenkommen dürfen, das steht in den Sternen. Was aber auf jeden Fall gleich bleiben wird, ist das gegenseitige Beschenken. Ganz gleich? Nein, wohl kaum. Reisegutscheine und Konzert-Abos dürften als Geschenkoptionen heuer nicht besonders hoch im Kurs stehen. Objekte und Kleinigkeiten für die heimischen vier Wände schon eher. Denn nach aktuellem Status quo werden wir in Zukunft viel Zeit zu Hause verbringen. Dabei schadet es nicht, dem Interieur ein Upgrade zu verpassen. Etwa mit kleinen, aber äußerst feinen Designer*innen-Stücken.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer brandneuen Schale von Kartell. Mit Pumo hat Fabio Novembre die Reihe der seiner Herkunftsregion gewidmeten Produkte erweitert. Die Schale mit Deckel eignet sich auch als weihnachtlicher Tafelschmuck. Ebenso wertet die Vase Iris von Svenskt Tenn im Design von Ann Wåhlström jeden Gabentisch auf. Mittlerweile gibt es sie in vier Größen. Die Schweden habe eine ganz eigene Affinität zum Weihnachtsfest, deshalb stattet Svenskt Tenn seinen Store in Strandvägen 5 immer besonders weihnachtlich aus. Die Eröffnung fand heuer ausnahmsweise nur digital statt. Der Höhepunkt der diesjährigen Christmas-Kollektion ist der klassische Mirakel-Druck von Josef Frank aus den späten 1920er-Jahren. Der Stoff kann einfach so oder als Tischtuch oder Kissen gekauft werden. Nicht ganz so weihnachtlich ist die Reihe der Accessoires die Space Copenhagen dieses Jahr für &Tradition gestaltet hat. Unter anderem einen minimalistischen Teller (SC55), der ganz von der Struktur seines Materials lebt.

Immer wieder eine Überlegung wert sind Designleuchten als Geschenk: Von OEO Studio gibt es beispielsweise die aufladbare Mūn (das japanische Wort für Mond), die von Stellar Works herausgebracht wurde. Ein schönes Designobjekt, hinter dem ein großer Name steht, ist „Gople“ von BIG (Bjarke Ingels Group), die in ihrer tragbaren Variante um 250 Euro durchaus leistbar ist. Durch die Form (eine riesige Pille) verbreitet sie angenehmes Licht und der Akku hält für 32 Stunden. Noch unwiderstehlicher ist Gerrit Rietvelds Tafellampje L25, die vom Studio für Gestaltung aus Köln mit neuen Farben versehen wurde. Die limitierte Tecta-Edition gibt es in Neon-Orange, Neon-Grün oder hochglänzendem Ultramarinblau. Hier müssen Enthusiast*innen allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen. Preis: 1.290 Euro. Dafür werden aber pro Farbe nur jeweils fünf Stück produziert. Günstiger gibt es die Leuchte in Schwarz matt oder glänzend (790 Euro).

Gerrit Rietvelds Tafellampje L25 wurde vom Studio für Gestaltung (Köln) mit neuen Farben versehen.

Praktisch und schön ist das Weinregal von Very Good & Proper. Es handelt sich dabei um eine Kooperation mit Alex Mowat. Die Regal-Elemente aus Holz können beliebig erweitert werden. Ein ganz anderer Geschenke-Vorschlag ist der Kulturbeutel im Design von Ronan & Erwan Bouroullec. Die Pouch im Rivi-Muster wird aus Baumwollgewebe gefertigt. Hersteller: Artek. Ebenfalls von den Bouroullecs stammt eine wundersame, archaische Vogelfigur, die sie für Vitra gestaltet haben. Tierfiguren nehmen einen gewissen Stellenwert im Portfolio des Schweizer Möbelherstellers ein. Beginnend beim Eames House Bird und Eames-Elefanten bis hin zu den Resting Animals von Front. Oder soll es doch ein Gutschein sein: vielleicht von Le Stoff. Das österreichische Unternehmen stellt Baumwolltücher in hervorragender Qualität her und folgt dabei einer mehr als 600 Jahre alten osmanischen Webtradition.

Sitzgelegenheiten sollten als Geschenk gut überlegt sein. Wohl keinen Fehler macht man mit dem Hocker „Donut“ von Diabla. Nomen es Omen – die Sitzfläche ähnelt der Backware zum Verwechseln. Passt in jedes Eck und ist super-flexibel (Design: Mikiya Kobayashi). Nicht ganz so leicht sind die Objekte des Sitz- und Couchtischsystems von Natascia Bascherini, das sie für SA.GE.VAN.MARMI designt hat. Es heißt „Lapis“ und seine Mitglieder bestehen aus Marmor, der so bearbeitet ist, dass er an die natürliche Form von Steinen erinnert. Apropos Stein: die lustigen Häuschen der Archimera-Kollektion von Federico Babina sollten das Herz jeder Architekturbegeisterten höherschlagen lassen. Durch den verwendeten Naturstein ist jedes Miniatur-Haus unterschiedlich. Diese charakterstarken Zeitgenossen sind höchst interessant. (Preis: 760 Euro, erhältlich bei Salvatori)

Für den eingeschworenen Autofan haben diverse Hersteller nicht nur Autos im Programm, sondern auch allerlei Kleinigkeiten, die meist als Lifestyle-Kollektionen präsentiert werden. Wirklich Kult ist zum Beispiel der 2CV, der von Citroën natürlich als Modell erhältlich ist. Im Maßstab 1:18 ist nicht nur diese Ikone, sondern sind mehr als 100 verschiedene Modelle aus der 101-jährigen Firmengeschichte verfügbar. Oder MINI: Neben Taschen und Bekleidung für Erwachsene beinhaltet die Lifestyle Collection auch Produkte für Kinder. Etwa das maschinenwaschbare MINI Knitted Car (35 Euro). Natürlich weist auch der gestrickte MINI das typische Design auf: Karosserie in Chili Red, schwarzes Dach und gelbe Scheinwerfer.

Geschenke für das Homeoffice haben definitiv Hochsaison. Angesagt sind kleine Schreibtische, Sekretär genannt. Sie brauchen wenig Platz und bieten dennoch genug Raum, um gut arbeiten zu können. Entsprechende Modelle werden zum Beispiel von Bonaldo (Scriba), DVO (DV816 Nida) oder Garpa (GARVO) angeboten. Eher ungewöhnlich ist das Ablage-Regal „Isokon Penguin Donkey Mark 2“ von Isokon Plus. In Rot kann dieser Esel sogar Akzente setzen und sorgt durch seine unkonventionelle Form für „geistige“ Abwechslung.


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