Home Mobility Alles auf Grün – Wie die Österreichische Post CO2-frei werden will

Alles auf Grün – Wie die Österreichische Post CO2-frei werden will

von Uwe Prenner
E-Fahrzeuge für Post Linz

Ab 2030 will die Österreichische Post alle Sendungen CO2-frei zustellen. Deshalb gibt es den Plan, eine erhebliche Anzahl von E-Fahrzeugen anzuschaffen. In der Stadt Linz sind zum Beispiel schon heute über 50 davon in Betrieb. Das ist nahezu die Hälfte des gesamten Linzer Fuhrparks der Post. „Schon seit 2011 stellen wir alle Sendungen in Österreich CO2-neutral zu, bis 2030 wollen wir sogar CO2-frei werden. In Linz werden wir dieses Ziel 2025 erreichen“, sagt DI Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post AG.

E-Fahrzeuge für die Innenstadt

Die Post hat für ganz Österreich rund 50 E-Fahrzeuge des Schweizer Herstellers Kyburz bestellt, die nun in vier Teilen in Betrieb genommen werden. Den Start macht Linz, wo 12 neue E-Fahrzeuge in Zukunft für die Verbundzustellung eingesetzt werden. Das Besondere dieses Fahrzeugtyps ist ein deutlich höheres Fassungsvermögen im Vergleich zu den Post-Mopeds. Der Anhänger macht den Unterschied.

Der Kyburz DXP 4.0 hat eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und kann im täglichen Zustellbetrieb 45 bis 60 Kilometer zurücklegen. Durch den Anhänger ist eine Zuladung von bis zu 270 kg Nutzlast möglich, wodurch sich das E-Fahrzeug besonders gut für den Einsatz in der Citylogistik eignet.

„Ich freue mich persönlich darüber, dass wir der Österreichischen Post effiziente Fahrzeuge übergeben dürfen, die helfen, die Nachhaltigkeit und den ökologischen Fußabdruck in der Zustellung zu verbessern“, betont Martin Kyburz, CEO der KYBURZ Switzerland AG.

Alles auf Grün

Im nächsten Schritt in Richtung grüne Zustellung in Linz müssen die Paket-Transporter umgestellt werden, die in den zwei Logistikzentren in Enns und Allhaming stationiert sind. Außerdem muss die Ladeinfrastruktur ausgebaut werden. Das betrifft sowohl entsprechende E-Tankstellen sowie ein intelligentes, per Software gesteuertes Lademanagement. Getankt wird ausschließlich grüner Strom aus Österreich.

Bereits heute verfügt das Logistikzentrum in Allhaming über eine Photovoltaikanlage mit 500 Kilowatt peak (kWp) Leistung. Weitere 500 kWp sollen im Zuge der derzeit stattfindenden Erweiterung verfügbar gemacht werden. Langfristig hält die Post sogar eine Verdopplung auf insgesamt 2.000 kWp für möglich, mit denen die Sortiermaschinen im Logistikzentrum sowie die E-Flotte mit grünem Sonnenstrom versorgt werden können.

Für die komplette Umstellung des Linzers Fuhrparks inklusive Infrastruktur rechnet die Post mit über drei Millionen Euro Investitionssumme. Gleichzeitig werden auch dringend zusätzliche Mitarbeiter*innen gesucht. Allein in Oberösterreich will die Post mehr als 50 Mitarbeiter*innen in der Brief- und Paket-Zustellung einstellen. Interessierte können sich unter karriere.post.at bewerben.


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