Home Architecture Architektur für Hunde – Barkitecture-Wettbewerb bei Goodwoof

Architektur für Hunde – Barkitecture-Wettbewerb bei Goodwoof

von Caroline Wanderberg
Dome Home, Foster + Partners, Goodwoof

Am ersten Goodwoof Event auf dem Goodwood Areal in West Sussex (Großbritannien) nahmen über 12.000 Menschen und noch mehr Hunde in allen Formen und Größen teil. Die Veranstaltung für Hundeliebhaber bot ein umfangreiches Programm, in dessen Zentrum ein Designwettbewerb stand, in dem es darum ging, eine hochwertige Hundehütte zu entwerfen.

Der Titel des Wettbewerbs „Barkitecture“ ist ein Worthybrid aus bark (bellen) und Architektur. Die beteiligten Kreativen gehören zum Who is who der Architektur- und Designwelt – Jony Ive und Marc Newson (LoveFrom), Rogers Stirk Harbour & Partners, Foster + Partners, Linley oder Birds Portchmouth Russum. Letzteres Designteam wurde von der Jury zum Sieger gekürt. Ihr „Bonehenge“ besteht aus Holzelementen in Form von Hundeknochen. Ein fast logischer Gewinner, denn schon die Wortschöpfungen im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung sind Ausdruck eines tiefsitzenden britischen Humors.

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Dennoch war das Briefing für diesen Wettbewerb sehr ernst gemeint. Es wurde vom Duke von Richmond mithilfe des Juryvorsitzenden Kenneth McCloud so formuliert: „Mit Bezug auf die Architektur für Menschen sprach Vitruv von Stabilität, Praxistauglichkeit und Freude, und ich glaube, dass dies auch für Tiere gilt. Sie verdienen ein Zuhause, das wirklich gut gebaut und geräumig ist sowie allen Hunde-Bedürfnissen gerecht wird.“

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Während Designs wie „Bonehenge“ oder Linleys „Doge House“ für Hunde eher bizarre Varianten einer Hundehütte darstellen, besitzt der Entwurf von Foster + Partners tatsächliche Designqualität. Der schalenförmige Innenraum beherbergt ein herausnehmbares, gepolstertes Kissen, das genau an die Geometrie der Hütte angepasst ist. Die Hütte aus Kirschbaumholz wurde vom renommierten britischen Möbelhersteller Benchmark in Handarbeit umgesetzt. Dies führt zu einer augenscheinlichen Hochwertigkeit. Norman Foster bezeichnet die Schalenstruktur als geodätisch und spricht von einer Architektur im Kleinen.

Für die Herstellung des Dome-Home beauftragte Foster + Partners den britischen Holzmöbelspezialisten Benchmark. © Foster + Partners

Alle designten Hundehütten wurden bei Bonhams versteigert und die Summe von 30.150 englischen Pfund dem Goodwoof-Partner „Dogs Trust“ gespendet. Dabei konnte das „Doge House“ von David Linley das höchste Einzelgebot (6000 Pfund) verzeichnen. Es handelt sich um einen Hunde-“Dogenpalast“ aus Sperrholz.

Das „Doge House“ von David Linley brachte die höchste Einzelsumme bei Bonhams – 6.000 englische Pfund. Es ist offensichtlich eine Hommage an den Dogenpalast in Venedig. © Linley


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