Home Architecture Architektur und Landschaft – Piuarch designt Fendi Factory

Architektur und Landschaft – Piuarch designt Fendi Factory

von Caroline Wanderberg
Piuarch, Fendi Factory

Das Mailänder Architekturbüro Piuarch hat in Zusammenarbeit mit dem Modeunternehmen Fendi dessen Fabrik in Bagno a Ripoli (Florenz) gestaltet. Dabei gelang es, die Fendi Factory sozusagen in der Landschaft verschwinden zu lassen. Das Dach des großteils flachen, länglichen Gebäudes ist üppig bepflanzt, wodurch es sich homogen in die Topografie einfügt.

Die ursprüngliche Idee für diese Einbettung in die toskanische Landschaft stammt von der Maison Fendi selbst. Es sollte ein architektonisches Wahrzeichen mit signifikanter Ästhetik geschaffen werden, das gleichzeitig ökologischen Ansprüchen genügt. Piuarch setzte diese Grundidee in einem Entwurf um, der das Gebäude als integralen Bestandteil der Umgebung definiert. Das Konzept von Piuarch wurde schließlich von Fendis eigener Architekturabteilung weitergeführt und koordiniert.

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Der 14.000 m² große Komplex erstreckt sich horizontal über eine einzige Ebene. Diese Form ist von den Anforderungen des Produktionsprozesses bestimmt. Die Sachlichkeit der Räume wird zum konzeptionellen Prinzip, das unterschiedliche Funktionen vereint und fließende, horizontal durchziehende Bahnen ergibt. Entlang dieses „Rückgrats“ mit transparenten Wänden sind unterschiedliche Nutzungen aufgefädelt: Management- und Verwaltungsbüros, ein Restaurant, ein Produktionslager, Werkstätten und eine Schule für hochwertige Lederwaren.

Der große Dachgarten spielt nicht nur eine ökologische Rolle, sondern auch eine gemeinschaftliche als Treffpunkt für Mitarbeiter. „Die Idee war, eine natürliche Landschaft durch Architektur zu rekonstruieren, die in der Umgebung selbst verschwindet. Wenn ein Architekturprojekt auch ein Landschaftsprojekt umfasst, entwickelt sich die Symbiose mit dem Gelände auf natürliche Weise“, erklärt Gino Garbellini, Partner bei Piuarch.

Künstliche und natürliche Elemente

Das begrünte Dach, durchbrochen von Patios, die die Innenräume erhellen, ist somit das Markenzeichen des Projekts. Ein Merkmal, das die Identität des neuen Produktionsstandorts in die Umgebung tragen soll. Weitere Aspekte, die auf das Zusammenspiel von Architektur und Natur zurückzuführen sind, ist die Belüftung, natürliches Licht oder die Verwendung von Materialien, die an die Farben des Standorts erinnern. Transparente Außen- und Innenwände sorgen für einen visuellen und physischen Austausch zwischen künstlichen und natürlichen Elementen, zwischen Innen und Außen.

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Das Ziel war, das gesamte Gelände – vom begrünten Dach über die Innenhöfe bis hin zum Industriepark – in einen erweiterten Garten zu verwandeln. Dadurch soll sowohl die Qualität der Arbeitsräume verbessert, als auch gezeigt werden, dass das Unternehmen Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernimmt.


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