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Berger+Parkkinen gewinnt Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit

von redaktion
Berger+Parkkinen

Das Paracelsus Bad & Kurhaus in Salzburg des finnisch-österreichischen Architekturbüros Berger+Parkkinen wurde mit dem österreichischen Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2021 ausgezeichnet. Das ist nach dem International Architecture Award 2021 (verliehen vom The Chicago Athenaeum Museum of Architecture and The European Centre for Architecture Design and Urban Studies), den dieses Projekt in der Kategorie „Hospitals / Medical Centres” gewonnen hatte, eine weitere hochkarätige Anerkennung.

In der Jurybegründung heißt es: „Anstelle der alten, in die Jahre gekommenen Badeanstalt wurde ein kompakter, mehrgeschossiger Neubau errichtet. Während die wertvollen Anteile an der Fassade mit Kur- und Baderäumen bestückt wurden, versteckt sich die umfangreiche Haustechnik im Gebäudeinneren. Besonders hohes Augenmerk wurde auf die hochwertige Materialität mit eigens angefertigten Keramikstäben gelegt. Das charakteristische Element ist nicht nur an der Fassade zu finden, sondern prägt auch die Schwimmhalle. Über die organisch geformte Decke und den Light-Dome über dem Pool wird der Schwimmbereich mit reichlich Tageslicht versorgt. Dank Fernwärme, Wärmepumpe, hauseigener Abwärme und Photovoltaik am Dach kommt der Sonderbau mit deutlich weniger Energie aus als vergleichbare Projekte in Österreich.”

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Ohne Zweifel ist das Paracelsus Bad & Kurhaus ein visionäres Architektur-Projekt, das im Herzen des historischen Kerns der Stadt Salzburg umgesetzt werden konnte. „Die besondere Wirkung des Bauwerkes entsteht nicht zuletzt aus dem Dialog der neuen Räume mit dem Vorhandenen – dem Mirabellgarten, der Altstadt und den umgebenden Bergen,“ erklärt Architekt Alfred Berger.

Badeebene mit Panoramblick auf Stadt und Landschaft

Das Bad & Kurhaus ist als dreidimensional begehbare Landschaft geplant. Die Hauptelemente bilden eine vertikale Stapelung. Der Sockel beinhaltet das Kurhaus und die Garderoben des Bades. Darüber liegt die offene Badeebene, getoppt vom Gastronomiebereich und der Saunalandschaft. Die gesamte Dachfläche wird für die Saunaanlage mit Außenpool und freiem Blick über die Stadt genutzt.

Einerseits wird durch große Fensterflächen die Altstadt sozusagen in das Bad hereingeholt, andererseits ist der Bau vor Einblicken von außen durch ein umlaufendes Kleid aus Keramiklamellen geschützt. Nur die Badeebene öffnet sich direkt hin zum Mirabellpark und zur Stadt. Die Idee einer Erweiterung des Kurgartens im dritten Obergeschoß soll damit unterstrichen werden. Es bieten sich beeindruckende Blicke über den Garten von Schloss Mirabell und die Salzburger Altstadt bis hin zur Festung. „In unseren Projekten sind Bezüge zur gebauten Umgebung, zum umgebenden Naturraum und zur sozialen Situation sehr wichtig“, betont Tiina Parkkinen.

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International erfolgreich

Das Architektenehepaar gründete das Büro Berger+Parkkinen 1995 und bereits in diesem Jahr gewannen sie den internationalen Wettbewerb für die Nordischen Botschaften in Berlin. Das Architekturbüro war Finalist des Mies van der Rohe Award und erhielt den Architekturpreis des Landes Salzburg. Eine rege Ausstellungstätigkeit führte sie in viele Hauptstädte Europas, nach Indien, Mexiko und die USA. Sie waren an der Architekturbiennale Venedig sowie der London Architecture Biennale beteiligt und stellten in der Galerie Aedes in Berlin aus.


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