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Dutch Design Week 2021 – das Aftermovie

von redaktion

Knapp sieben Wochen ist es her, dass die Dutch Design Week 2021 in Eindhoven über die Bühne ging. Nun präsentierte die Dutch Design Foundation das Aftermovie, das einige Impressionen dieser hektischen und gleichwohl inspirierenden Tage zusammenfasst.

Direktor Martijn Paulen zeigte sich auf jeden Fall zufrieden und blickte optimistisch in die Zukunft: „DDW21 kam zur richtigen Zeit. Es passiert so viel auf der Welt. Wir brauchen die Perspektive und den Enthusiasmus von Designern mehr denn je. Wir sehen, wie sie sich mit einem breiten Spektrum von Problemen auseinandersetzen, mit denen wir konfrontiert sind, wobei das öffentliche Interesse an erster Stelle steht. Ob CO2-Problematik, Wohnungsnot, Mobilität oder soziale Fragen im Zusammenhang mit Inklusion – Designer sind Wegbereiter, um neue Wege zu gehen. Ein Kurs, der uns in eine nachhaltige, soziale und gerechtere Zukunft führt“, glaubt Paulen.

Veranstaltungsort Ketelhuisplein während der Dutch Design Week 2021. Foto © Max Kneefel

In diesem umfangreichen Programm gingen die Dutch Design Awards fast unter. Die einzelnen Kategoriegewinner*innen wurde täglich im DDW-TV-Format gekürt und gaben ein schönes Bild der Vielfalt der Designansätze in den Niederlanden wieder. Wer sich dafür interessiert, wie Designer*innen neue Wege in Sachen Produktionsweisen gehen, sollte einen Blick auf die Sieger*innen werfen:

BYBORRE CREATE™ verschiebt die Grenzen der Textilentwicklung, indem das Unternehmen den Herstellern die kreative Freiheit gibt, ihre eigenen Muster zu entwerfen. Dank eines Online-Editors können Anwender Farben, Muster, Funktionalität und Texturen selbst festlegen.

MARKER WADDEN ist ein neues Naturschutzgebiet, das ganz mit Blick auf die Natur entwickelt wurde. Es handelt sich um einen Archipel aus fünf Inseln, der aus Sand, Lehm und Schlick des Markermeers besteht und von zwei Dünenreihen geschützt wird.

STAY SANE STAY SAFE ist eine offene Posterplattform, auf der jeder / jede Poster hochladen, herunterladen, drucken und teilen kann. Mit über 2200 Postern von Designer*innen aus 86 verschiedenen Ländern ist es zu einem Schmelztiegel der positiven kreativen Energie geworden, die nach der plötzlichen Schließung des Kultursektors und den vielen abgesagten Veranstaltungen und Projekten freigesetzt wurde.

Das Publikum hatte die Gelegenheit, in acht unterschiedlichen Gebieten in Eindhoven Design zu entdecken. Foto © Max Kneefel

LEELA ist eine Beta-Version des digitalen Modehauses The Fabricant. Leela bedeutet auf Hindi „spielen“ und ermöglicht es Benutzer*innen, einen fotorealistischen Avatar herzustellen, der in digitale Couture aus der speziell kreierten Kollektion „Fluid“ gekleidet werden kann.

GOOD NEIGHBOURS untersucht, wie Überwachungstechnologien wie WhatsApp-Nachbarschaftsgruppen und Türklingelkameras zu Verbundenheit oder Entfremdung innerhalb einer Nachbarschaft führen können.

GLOBALANCE WORLD – GOOGLE EARTH FOR INVESTORS: Die Schweizer Privatbank Globalance hat CLEVER°FRANKE beauftragt, eine neue digitale Plattform zu entwickeln, die die globalen Auswirkungen von Investitionen demonstriert – ein „Google Earth für Investoren“.

Im CIRCULAIR WARENHUIS sucht die Stichting Kringloopbedrijf Het Warenhuis aus Leiden gemeinsam mit Popma ter Steege Architects, buro bordo und Raw Color nach neuen Wegen der Wiederverwendung für Tonnen von Gebrauchtwaren, die das zweitgrößte Recyclingunternehmen der Niederlande jährlich sammelt.

AUDREY LARGE gewann den Preis als beste Jungdesignerin. Sie forscht an digitalem Kino und Bildtheorie und nutzt ihre Erkenntnisse, um mit den Grenzen zwischen dem Digitalen und Physischen zu spielen. Large nutzt Techniken aus der Welt der Animation und 3D-Software, um neue Bilder zu erschaffen.

The Social Expo ist eine Eindhovener Plattform für neue Talente. Foto © Max Kneefel

BOB HENDRIKX erhielt den Public Award. Er ist ein Erfinder, Architekt und Biodesigner, der bestrebt ist, die parasitäre Beziehung zwischen der Menschheit und ihrer Umgebung zu erforschen. Ein wichtiger Aspekt seiner Arbeit ist die Kooperation zwischen der Natur und einer Welt, in der Alltagsgegenstände lebendig werden. Seine Entwicklungen reichen von einem lebenden Sarg, der Menschen in pflanzliche Nahrung verwandelt bis zu einem wachsenden Haus.

Die wohl bekannteste zeitgenössische Designerin aus den Niederlanden ist HELLA JONGERIUS. Sie wurde mit dem BNO Piet Zwart Award ausgezeichnet. Ihr Einfluss auf nachfolgende Designergenerationen ist beträchtlich. Jongerius arbeitet für internationale Marken wie Ikea, Vitra, KLM, Danskina, Maharam und Artek. Nach ihrem Studium an der Design Academy Eindhoven (damals AIVE) begeisterte sie mit Entwürfen in ungewöhnlichen Materialien wie der Soft Urn und einem weichen, flexiblen Waschbecken. 1993 gründete sie ihr eigenes Studio Jongeriuslab. 2009 zog sie mit ihrem Designstudio nach Berlin, wo sie bis heute lebt und arbeitet.


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