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Blaulicht-Flotten werden elektrisch

von redaktion
180 Kona electric for Police Scotland

Die Zukunft der Mobilität liegt auch für die österreichische Exekutive zumindest teilweise in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. So soll ab Sommer 2021 eine Testphase beginnen, in der die Volkswagen-Elektrofahrzeuge ID.3 und ID.4 zum Einsatz kommen sollen. Diese praxisnahe Erprobung folgt einer Studie, die das österreichische Innenministerium gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technology, Porsche Austria, Allmobil und Wien Energie bereits 2019 begonnen hat, in der das Potenzial alternativer Antriebsformen für den Blaulichteinsatz untersucht wird. Ende September wurden die Ergebnisse der sogenannten KIRAS-Studie in der Salzburger „Mooncity“ präsentiert. „In der Studie wurden neben den grundsätzlichen Einsatzmöglichkeiten von E-Mobilität im Polizeibereich auch Batterietechnologie, Ladevorgang und Anforderungen an die Infrastruktur beleuchtet”, erläuterten die beiden Center-Leiter des „Austrian Institute of Technology” (AIT), Helmut Leopold und Christian Chimani. Nun also der Praxistest: „Gerade in einem so sensiblen Einsatzbereich wie der Polizei muss der Einsatz neuer Technologien vor einer endgültigen Entscheidung ausreichend getestet werden”, begründet Innenminister Karl Nehammer den langen Prozess der Entscheidungsfindung. Mit ein Grund ist wohl auch, dass Volkswagen als langjähriger Fuhrparkdienstleister des Innenministeriums erst jetzt überhaupt moderne E-Fahrzeuge zur Verfügung stellen kann.

Präsentation der KIRAS-Studie zur E-Mobilität bei der Polizei in der Salzburger “Mooncity”. © BMI / Karl Schober

Schottische Polizei investiert massiv in E-Mobilität

Andere sind hier schon bedeutend weiter. So hat die schottische Polizei bei Hyundai Motor UK rund 180 vollelektrische Kona Elektro (64 kWh) geordert. Für Hyundai ist es der bis dato größte E-Auto-Flottenauftrag. Die ersten Fahrzeuge sollen noch im Oktober geliefert werden und der Auftrag bis März 2021 komplett abgewickelt sein. Die neuen Fahrzeuge von Hyundai ergänzen die Flotte von Elektroautos, die bereits jetzt von der schottischen Polizei eingesetzt werden. Die Wahl der Schotten viel aufgrund seiner Reichweite von bis zu 300 Meilen (482 Kilometer) und seiner kurzfristigen Verfügbarkeit auf den Kona Elektro.

„Die Flottenstrategie der schottischen Polizei ist sehr ehrgeizig und hat das Ziel, bis 2030 die erste emissionsarme Blaulichtflotte Großbritanniens zu sein“, betont der stellvertretende Polizeichef Will Kerr. „Dieser Vertrag ist ein wichtiger Schritt in Richtung dieses Ziels. Damit werden ULEVs (Ultra Low Emission Vehicles – Anm.) mehr Beamten und Mitarbeitern zugänglich gemacht. Mit dem Erreichen unserer Flottenstrategieziele werden die CO2-Emissionen erheblich reduziert und gleichzeitig die Wartungs- und Erhaltungskosten gesenkt.“

In engem Zusammenhang mit der Anschaffung von weiteren E-Fahrzeugen steht eine Investition in Höhe von 21 Millionen Pfund in den Aufbau der E-Infrastruktur. bp Chargemaster wurde beauftragt, für die schottische Polizei über 1.000 Ladepunkte an deren Liegenschaften aufzubauen. Diese Ladepunkte werden an 265 Standorten in ganz Schottland eingerichtet. 35 davon sollen „ultraschnelle“ Ladestationen sein. „Wir sind unglaublich stolz, die schottische Polizei mit diesem herausragenden Vertrag unterstützen zu können – der größte seiner Art, den wir je in Großbritannien erhalten haben“, ist Matteo de Renzi, CEO von bp Chargemaster erfreut. „Damit unterstützen wir den Übergang der Fahrzeugflotte Richtung Emissionsfreiheit und leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Ziel der schottischen Regierung, bis 2045 CO2-neutral zu werden.“


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