Spielen ist bei Danese Milano seit jeher mehr als ein Zeitvertreib. Bereits in den 1960er-Jahren verstand die Mailänder Designmarke Objekte als Werkzeuge des Lernens und der Wahrnehmung. Mit ihrer Kollektion 2026 knüpft sie an diese Tradition an und rückt das Thema „Educational Design“ erneut ins Zentrum.
Im Fokus stehen zwei neue Entwürfe von Michele De Lucchi. Das Chele Puzzle übersetzt die spontane Zeichensprache des Designers in ein offenes Konstruktionsspiel. Aus farbigen Kartonteilen entstehen reale oder imaginäre Tiere – ein kreativer Baukasten, der Fantasie, visuelle Wahrnehmung und erzählerisches Denken fördert. Gefertigt aus recyceltem Karton, setzt das Spiel zugleich auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit.
Noch stärker tritt De Lucchis charakteristische Handschrift bei La Fattoria di Chele hervor. Acht Bauernhoftiere werden aus kreisrunden Holzplatten herausgelöst und bewegen sich zwischen Grafik, Objekt und Spielzeug. Die auf wenige Linien reduzierten Figuren wirken beinahe skulptural und zeigen, wie eng Zeichnung und Produktgestaltung im Werk des Designers miteinander verbunden sind.
Den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart komplettieren zwei Ikonen von Enzo Mari: 16 Animali und 16 Pesci. Beide basieren auf einem einzigen durchgehenden Schnitt, der aus einem Holzstück sechzehn unterschiedliche Formen entstehen lässt. Die Objekte gelten bis heute als Meisterstücke reduzierten Designs und verdeutlichen Maris Fähigkeit, spielerische Leichtigkeit mit konstruktiver Präzision zu verbinden.

Gemeinsam zeigen die vier Projekte, dass gutes Design nicht nur gestaltet, sondern auch bildet. Danese Milano erinnert daran, dass Kreativität oft mit recht einfachen Gesten beginnt: Anfassen, Kombinieren, Entdecken.