Home Architecture Die bebaute Welt – Architektur im Buchformat

Die bebaute Welt – Architektur im Buchformat

von Markus Schraml
Piano Taschen

Architektur ist im Wandel. Immer mehr geht es beim Bauen um eine Anpassung des Ressourcenverbrauchs an die vorhandene Biokapazität. Um das zu erreichen, müssen die stofflichen sowie energetischen Ressourcen viel effizienter genutzt oder auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden. Dabei wird die Nachhaltigkeit am gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes bemessen. Nach wie vor stehen Beton, Glas und Stahl in der Architektur hoch im Kurs, aber das Dogma beginnt in mehrfacher Hinsicht zu bröckeln. Holz ist auf dem Vormarsch, und nicht wenige Unternehmen arbeiten daran, mit diesem Werkstoff in ungeahnte Höhen zu bauen. Nicht erst wenn es in einigen Jahren riesige Megacitys geben wird und der Großteil der Weltbevölkerung in Ballungszentren lebt, muss das Bauen in Städten neu gedacht werden. Die Natur wird Einzug halten, und zwar nicht nur in Parks und Alleen, sondern in, auf und an den Gebäuden selbst. In Singapur wird schon seit einigen Jahren Vertical Farming betrieben und auch in St. Pölten wurden diesbezügliche Tests durchgeführt. Erneuerbarkeit, Nachhaltigkeit und Naturnähe sind drei Säulen, die in Zukunft, die Gestaltung des Raums bestimmen (sollten). Vorausgesetzt die Architektur-Schaffenden wollen ein Teil der Lösung und nicht mehr ein Teil des Problems sein.

New Books

Bücher über Architektur gibt es wie Sand (auch ein Problem im Bauwesen) am Meer. Entweder als großformatige Bildbände, als Werknachlese berühmter Architekten oder aber als wissenschaftlicher Diskurs über Tendenzen in der Baukultur. Die formfaktor-Redaktion hat im folgenden einige lesenswerte Architektur-Bücher zusammengestellt.

Das Bauhaus-Jahr 2019 bringt nicht nur zahlreiche Ausstellungen, Workshops und Events mit sich, auch eine enorme Fülle von Büchern über diese einflussreiche Ära wurden und werden veröffentlicht. Wir haben drei davon ausgewählt, die besondere Aspekte thematisieren. Im Hatje Cantz Verlag ist bau1haus – Die Moderne in der Welt erschienen. Fotograf Jean Molitor begab sich dafür auf eine Spurensuche nach den Erben der Moderne. Seit 2009 reist er um die Welt und spürt die Nachfolger der Bauhaus-Bewegung auf. Diese Fotoserie dokumentiert, wie global die Auswirkungen des Bauhauses waren. (Jean Molitor. Bau1haus – Die Moderne in der Welt. Hrsg. Nadine Barth, Text: Kaija Voss, Gestaltung: Julia Wagner grafikanstalt, Deutsch, Englisch. 160 S., 100 Abb., Hardcover, 29,00 x 25,00 cm, ISBN 978-3-7757-4468-3, Verlag: Hatje Cantz)

Die mediterrane Bauhaus-Architektur hat das Buch FORM AND LIGHT. From Bauhaus to Tel Aviv im Fokus. Yigal Gawze gelangen beeindruckende Farbfotografien und Detailaufnahmen, die das Bauhaus in einem neuen Licht zeigen. Durch das Aufeinandertreffen von deutschem Bauhaus und der Kultur des Mittelmeerraums entstanden Gebäude, die neben einer schlichten Eleganz auch die Lebendigkeit und Poesie des Bauhaus-Stils offenbaren. (FORM AND LIGHT. From Bauhaus to Tel Aviv. Yigal Gawze. Beiträge von Y. Gawze, G. Ophir, M. Jacobson, Deutsch / Englisch, 120 S., 100 Abb. in Farbe, 24,1 x 27,9 cm, gebunden, ISBN: 978-3-7774-3099-7, Verlag: Hirmer)

Die Klassische Moderne und das Bauhaus haben das Bauen und Wohnen radikal verändert: Durch den Einsatz neuartiger Materialien und Konstruktionsmethoden, offene Grundrisse mit großen Glasfronten und weiten, lichtdurchfluteten Räumen, die klare, reduzierte Formensprache. Das diese Ideen in aktueller Wohnhausarchitektur wiederzufinden sind, zeigt das Buch Zeitlose Häuser (Prestel Verlag). Es präsentiert die 30 besten individuellen Wohnhäuser aus ganz Europa, ausgewählt von der Jury des HÄUSER-Awards. (Zeitlose Häuser. In der Tradition der Moderne – Minimalistisch, klar, reduziert. 100 Jahre Bauhaus – Die Sieger des Häuser-Awards. Hardcover, 24 x 30 cm, 260 S., 280 Farbfotos, 135 Planzeichnungen, ISBN 978-3-7913-8557-0. Verlag: Prestel)

Nachhaltig und schön

Mit dem Thema Wiederverwertbarkeit wird der gesamte Lebenszyklus eines Bauwerks in den Blick gerückt. Der Architekt Werner Sobek, bekannt für experimentelle Bauten wie das B10, ein Haus, das aufgrund eines raffinierten Energiekonzepts und einer selbstlernenden Gebäudesteuerung das Doppelte seines Energiebedarfs selbst erzeugt, hat gemeinsam mit Dirk E. Hebel und Felix Heisel die Experimentaleinheit „Urban Mining and Recycling“ (UMAR) entwickelt. Sie zeigen am Beispiel des seriellen Wohnungsbaus die erste umfassende Anwendung von Rezyklaten. D. h. alle zum Bau des Gebäudes benötigten Materialien sind vollständig wiederverwendbar, wiederverwertbar oder kompostierbar. Im Verlag avedition ist dazu ein Buch erschienen, das der Suche Werner Sobeks nach neuen Strukturen und Technologien, die die gebaute Umwelt radikal verändern könnten, gewidmet ist. (Recyclable by Werner Sobek. Autor: Frank Heinlein. Deutsch / Englisch, 152 S., gebunden mit Prägung, 21,4 x 22,5 cm, ISBN 978-3-89986-304-8, Verlag: avedition)

Hortitecture ist ein Neologismus von Almut Grüntuch-Ernst, Architektin und Professorin an der TU Braunschweig, der das Zusammenspiel von Architektur und Pflanzen beschreibt. Synergien daraus können den ökologischen Fußabdruck der gebauten Umwelt reduzieren und das Wohlbefinden der Menschen verbessern. Das lateinische Wort hortus (Garten) trifft auf das englische architecture. In dem gleichnamigen Buch, das im Jovis-Verlag erschienen ist, sind Symposiumsbeiträge der Jahre 2014, 2016 und 2017 versammelt, die die Thematik der naturbasierten Architektur aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten. Bei Hortitecture geht es um das Ausloten der Potenziale, die Pflanzen als integraler Bestandteil der Architektur haben können. Ein Vorreiter in diesem Themenbereich ist Stefano Boeri. Der italienische Architekt hat mit dem Bosco Verticale in Mailand einen Meilenstein gesetzt und den Beweis geliefert, dass es möglich ist, einen Wohnturm zu bepflanzen, und das dadurch die Lebensqualität der Bewohner*innen gesteigert werden kann. Außerdem verbessert sich das Mikroklima in der gesamten Umgebung. Die grüne Fassade absorbiert Staub sowie CO2 und produziert Sauerstoff. Unter den Beiträgen der 33 internationalen Experten findet sich auch der Österreich Pavillon der expo in Mailand von Klaus K. Loenhart. Er platzierte einen Wald in ein Gebäude und führte damit vor Augen, welchen mikroklimatischen Unterschied Pflanzen ausmachen können. Ein anderer expo-Pavillon (in Hannover 2000) war der Ausgangspunkt für das niederländische Architekturbüro MVRDV an die „Kraft des Grün“ zu glauben, wie Jacob van Rijs im Symposium an der TU Braunschweig berichtete. Mittlerweile ist MVDRV für den Masterplan der Floriade 2022 verantwortlich – Thema: „Growing Green Cities“. Schon sehr viel konkreter und aus Notwendigkeit in der Realität angekommen, sind Architekten in Asien. So konsultieren etwa die Stadtverantwortlichen von Singapur WOHA Architects für ihre Vision einer „Stadt in einem Garten“. Ein weiterer Hortitecture-Forschungsschwerpunkt liegt darin, wie Pflanzen buchstäblich als Baumeister fungieren können. Ferdinand Ludwig und Daniel Schöne haben es sich zum Ziel gesetzt, die Welt der Gebäude mit der Welt der Pflanzen, speziell wachsenden Bäumen zu verbinden. Bäume, die bei der Konstruktion von mehrstöckigen Gebäuden mithelfen. Gebäude, die weiterwachsen. Die Arbeit von Ludwig und Schönle fußt auf Grundlagen der Forschungsgruppe Baubotanik an der Universität Stuttgart, die heute an der TU München weiterverfolgt werden. In den Megacities der Zukunft muss es nicht nur viele Pflanzen geben, auch Lebensmittel müssen dort angebaut werden. Urban farming lautet das Schlagwort. Das eigene Essen in der Stadt anzubauen erfreut sich zunehmender Beliebtheit und ist doch noch eine Nische, deren wahre Bedeutung durch hohe mediale Aufmerksamkeit verfälscht wird. Höchstwahrscheinlich wird es jedoch in Zukunft sehr viel mehr Stadtbauern geben – auch in größeren Maßstäben (wie es heute schon in Singapur vorgemacht wird). Vielleicht mit Technologien, die Niklas Weisel entwickelt hat. Textil-basierte vertikale Begrünung und Anbau inklusive Vermietungskonzepten für vertikale Anbauflächen in Städten. Zukunftsmusik ertönt bei Tomás Saraceno, der sich fliegende Gärten hoch über der Stadt vorstellen kann. Lebensmittelproduktion in der Luft. Das Feld von Hortitecture ist weit und die Aspekte sind enorm vielfältig. Alle zielen jedoch auf eine nachhaltigere Welt ab, in der Gleichberechtigung herrscht – zwischen Natur und Mensch. (Hortitecture. The Power of Architecture and Plants. Almut Grüntuch-Ernst, IDAS Institute for Design and Architectural Strategies (Hg.), Broschur, 16,5 x 23,5 cm, 288 S., zahlr. farb. Abb., Englisch, ISBN 978-3-86859-547-5, Verlag: Jovis)

Apropos Visionen: Emissionsfreie Zukunft lautet das Credo des Buches Energy Overlays, das im Hirmer Verlag erschienen ist. Es werden fünfzig Entwürfe vorgestellt, in denen Freizeit und Bildung mit der Produktion von erneuerbarer Energie verbunden sind. Alles speist sauberen Strom ins Netz: Gebrauchsgegenstände, öffentliche Parks, Kunstinstallationen … Die Land Art Gernerator Initiative verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der vor allem durch eine Verknüpfung von Kunst und Technologie neue Wege aufzeigt. In eine Zeit, in der CO2-Emissionen Geschichte sind. (ENERGY OVERLAYS. Hg. Robert Ferry, Elisabeth Monoian, Englisch, 240 S., 250 Abb. in Farbe, 28 x 23 cm, gebunden, ISBN: 978-3-7774-3068-3. Verlag: Hirmer)

Nach vorne blickt auch ein Buch über den Urban-Think Tank (U-TT), der für eine extrem urbanisierte Welt neue Räume möglich machen will. Der U-TT ist eine interdisziplinäre Designagentur, die während der Chávez-Ära in Caracas entstand. Stadtplanerische Interventionen, die den sozialen Zusammenhalt in Metropolen zum Ziel hatten, machte sie Ende der 90er Jahre zu einem Vorreiter der sozialen Wende in der Architektur. Mit Medienprojekten versucht U-TT, diskursive Räume zu schaffen, um grundsätzliche Fragen über den Zustand der Städte zu stellen. Ihr Torre-de-David-Hochhaus erhielt auf der Architekturbiennale in Venedig 2012 den Goldenen Löwen. Das Buch erscheint im Mai 2019. (Urban-Think Tank. Unsolicited Architecture. Texte von Alfredo Brillembourg, Hubert Klumpner. Englisch. 256 S., 1000 Abb., gebunden, 17 x 24,6 cm, ISBN: 978-3-7757-4286-3. Verlag: Hatje Cantz)

Spaß – ohne

Architektur darf auch Spaß machen. Joyful Architecture lautete das Thema des European Architectural Photography Prize 2019. Die Fotos zeigen vielfältige Beispiele, wie Architektur die gebaute Umwelt freudvoll mitgestaltet und positiv beeinflusst. Der Europäische Architekturfotografie-Preis architekturbild wird seit 1995 alle zwei Jahre ausgeschrieben, seit 2003 vom gemeinnützigen Verein architekturbild e. V., der seit 2008 mit dem Deutschen Architekturmuseum DAM, Frankfurt am Main, und seit 2016 mit der Bundesstiftung Baukultur, Potsdam / Berlin, kooperiert. Das Buch erscheint im Mai 2019. (Joyful Architecture – European Architectural Photography Prize 2019. architekturbild e. V. Deutsch / Englisch, 128 S., Hardcover, 24,3 x 17 cm, ISBN 978-3-89986-305-5, Verlag: avedition)

Kein Spaß. Steigende Wohnungskosten, Menschen, die sich eine immer geringere Wohnfläche in ihrer Stadt gerade noch leisten können – das ist die Situation, die nach (politischen) Gegenmaßnahmen verlangt. Ein spezielles Phänomen, das damit einhergeht, ist das Einlagern von persönlichen Gegenständen an anderen Orten, weil sie in der Wohnung keinen Platz mehr haben und zum Wegwerfen zu schade sind. Wo Dinge wohnen. Das Phänomen Selfstorage lautet der Titel eines Buches, das sich mit der zunehmenden Bedeutung der Selfstorage-Räume befasst und nach den Ursachen für diesen Trend fragt. Aber nicht nur steigende Wohnungsmieten sind dafür verantwortlich, auch die wachsende Mobilität und Flexibilität, die ein moderner Lebensstil verlangt, spielen eine Rolle. Das Buch erscheint anlässlich einer Ausstellung im Wien Museum, die noch bis zum 7. April läuft. (Wo Dinge wohnen. Das Phänomen Selfstorage. Herausgegeben v. Martina Nußbaumer u. Peter Stuiber, Broschiert, 17 x 24 cm, 164 S., ca. 100 Abb., ISBN 978-3-03860-137-1, In Kooperation mit dem Wien Museum, Wien. Verlag: Park Books)

Postmoderne, Goldene Zwanziger und das japanische Teehaus

Dieses Buch begibt sich auf eine Reise ins Berlin der 80er Jahre. 30 Wohnbauten aus dieser Zeit wurden als Beispiele für die postmoderne Architektur in West-Berlin ausgewählt und von Manfred Hamm sowie Thomas Bomm neu fotografiert. (Postmodern Berlin. Wohnbauten der 80er Jahre. Claudia Kromrei. Deutsch / Englisch, 176 S., 97 Abb., Hardcover, 22 x 32 cm, ISBN 978-3-7212-09877. Verlag: niggli)
In den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts gab es eine besondere Begeisterung für Metropolis. Die komplexe, vertikale und vor allem theatralische Architektur beeinflusste auch Ostmitteleuropa. Der dritte Band der Reihe Fragments of Metropolis blickt nach Polen, Tschechien und in die Slowakei und dokumentiert die noch existierenden Bauten, das expressionistische Erbe in diesen Ländern. Bei allen regionalen Unterschieden zeugen diese Bauwerke von der Vision einer neuen, modernen Gesellschaft. Technik war damals das Versprechen für eine rosige Zukunft – und ist es auf anderer Ebene heute noch. (FRAGMENTS OF METROPOLIS – EAST / OSTEN. Hg. Christoph Rauhut, Niels Lehmann. Vorwort von Gesine Schwan, Einleitung von Beate Störtkuhl, Deutsch / Englisch, 300 S., 170 Abb. in Farbe, 40 Planzeichnungen und Kartenmaterial, 15,5 x 24,5 cm, gebunden, ISBN: 978-3-7774-3092-8. Verlag: Hirmer)
Die japanische Teezeremonie folgt ganz bestimmten Regeln und ist tief in der Kultur des ostasiatischen Landes verankern. Das Teehaus ist nicht einfach ein Ort, an dem man Tee trinkt, sondern dient der Meditation und der sehr privaten Kommunikation zwischen Gastgeber und Gästen durch das „Medium“ Tee. Autor Wolfgang Fehrer beschreibt die philosophischen und religiösen Hintergründe sowie die ästhetisch-räumlichen Prinzipien und macht uns Europäern das japanische Teehaus verständlicher. (The Japanese Teahouse. Wolfgang Fehrer. Hardcover, 20,8 x 30,7 cm, 232 S., 400 Illustrationen, ISBN: 978-3-7212-0976-1. Verlag: niggli)

Architektur, Plan, Fotografie

Warum wurde was wie gebaut? Dieser Frage geht der im Prestel-Verlag erschienene Band Architektur nach. Der Weg führt zu Architektur-Ikonen der Welt, zu 50 der wichtigsten Gebäude. Vom Kolosseum bis zum World Trade Center Transit Hub. Den Blick hinter die Fassade zu den inneren Strukturen der Bauwerke ermöglichen handgefertigte 3D-Zeichnungen und Pläne. Die Auswahl umfasst unter anderen die Sagrada Familia in Barcelona oder das Bauhaus in Dessau. (Architektur. Einblicke in Konstruktion und Details – vom Kolosseum bis zum World Trade Center Transit Hub. John Zukowsky. Aus dem Englischen von Steffen Kern. Illustrationen: Robbie Polley. Hardcover, Pappband, 25 x 25 cm, 304 S., 220 Farbfotos, 225 Illustrationen. ISBN 978-3-7913-8558-7. Verlag: Prestel)

Die Fotografin Erieta Attali erkundet das Werk von Marc Mimram. Sie untersucht die Beziehung zwischen Architektur und Landschaft und thematisiert die soziale Funktion von Architektur im öffentlichen Raum. Ein besonderer Beitrag auch zum Thema – wie wird Architektur mittels Fotografie dargestellt. Der erste Band widmet sich anhand einer detaillierten Dokumentation der Baustelle von Mimrams Panorama Building in Paris kleinteiligen Architekturelementen. Der zweite Band präsentiert einen Überblick über Mimrams Gebäude auf der ganzen Welt, von Frankreich über Marokko bis nach China. (Marc Mimram‘s Landscapes of Gravity. Through the Lens of Erieta Attali. Einführung: Kengo Kume, Texte: Erieta Attali, Kean Attali, Marc Mimram, Gestaltung: KOMAAMOK. Englisch. Leinen, 2 Bände. 38,5 x 19,5 cm, 104 Seiten 175 Abb., ISBN 978-3-7757-4403-4. Verlag: Hatje Cantz)

Kunst, Witz, Architektur: Laurent Chéhère erzählt mit seiner Serie Flying Houses eine Geschichte vom alten Paris, die voller Lust am Kuriosen ist. Der Künstler bringt seine Gebäude zum Fliegen, indem er Hunderte von Details fotografiert und dann wieder zu einem Ganzen zusammenfügt. Das Ergebnis sind poetische Bilder, die durchaus neue Perspektiven eröffnen. Aus dem Kontext entfernt, sind diese Luftschlösser für neue Interpretationen völlig offen. Die humorvollen Werke thematisieren Wohnraum, Popkultur, Street Art, Architektur und Vergangenheit. Am leichten Paperbox Grußkarten-Touch darf man sich nicht stören. (Flying Houses. Laurent Chéhère. Texte: Laurent Chéhère, Marion Thiery, gestaltet von Laurent Chéhère und Kehrer Design. Festeinband, 28 x 28 cm, 144 S., 68 Farbabb., Englisch / Französisch. ISBN 978-3-86828-889-6. Verlag: Kehrer)

Die Taschen-Monografie über den italienischen Stararchitekten Renzo Piano wurde von Autor Philip Jodidio mit über 200 neuen Seiten aktualisiert. Neben berühmten Arbeiten aus der Vergangenheit, wie dem Centre Pompidou sind aktuell laufende Bauvorhaben, wie das Akademie-Filmmuseum in Los Angeles und das Zentrum für Kindernotfallchirurgie in Uganda mit Fotos, Skizzen und Plänen enthalten. Das Werk im XXL-Format beschreibt die gesamte Karriere des Architekten bis heute. Demnächst sollte der Band auch auf Deutsch erscheinen. (Piano. Das vollständige Werk 1966 bis heute. Philip Jodidio, Hardcover mit Ausklappseite, 30,8 x 39 cm, 688 S., Verlag: Taschen)


Floriade 2022

Weitere TOP-Artikel

Diese Website verwendet Cookies. Bitte akzeptieren Sie, um fortzufahren. Akzeptieren Informieren