Home Mobility Endlich schön. E-Bikes mit nahtlosem Design
Design E-Bikes

Endlich schön. E-Bikes mit nahtlosem Design

Das Design von E-Bikes geht elegantere, schlankere Wege. Schluss mit diesen schweren unansehnlichen Dingern, denen man einen schwarzen oder grauen Batteriekasten auf den Rahmen schnallte. Seit einiger Zeit arbeiten Designer*innen daran, den Akku so in die Gestaltung des Fahrrades zu integrieren, dass die Gesamterscheinung als eine harmonische Einheit wahrgenommen wird. Bereits im letzten Jahr präsentierte etwa Pininfarina sein E-Voluzione oder Maserati das Corse MCC. Auch die Batterie bei Fahrrädern von Biomega ist in den Rahmen integriert, allerdings sieht das Designkonzept, für das auch renommierte Gestalter engagiert wurden, eine recht auffällige Rahmenform vor. Ganz anders das neue Coboc ONE Brooklyn. Der Heidelberger Elektroradhersteller nennt seinen schlanken Cityflitzer zwar „Fat“ (Variante), aber dick ist an diesem elegant-coolen E-Bike nichts. Der 352 Wattstunden starke Akku ist im Unterrohr versteckt und das Design orientiert sich an Modellen aus dem Bahnrad-Rennsport. Der leistungsfähige Nabenmotor treibt einen sehr leisen Riemenantrieb an. Beim Rahmen legten die Ingenieure wert auf Agilität, Steifigkeit und Stabilität, dabei gelang es ihnen das Gewicht bei erstaunlich leichten 13,5 Kilogramm zu begrenzen. Über die Coboc-App können die Motorleistung sowie das Ansprechverhalten der elektrischen Unterstützung genau eingestellt werden. Damit lässt sich die gesamte Fahrdynamik konfigurieren.

Sehr elegant ist die Integration der Batterie beim Agree Hybrid C62 SLT von Cube gelöst. Auch hier versteckt sich der Akku im Unterrohr und ebenso der Fazua Motor. Das Rennrad ist mit einer effektiven elektronischen Shimano Dura-Ace Di2 Schaltung ausgestattet. Gewicht: 12,5 kg. Ein durchaus ansprechendes Design bieten auch die E-Bikes der Sinus i-Serie von Winora. Die Sportlichkeit ist hier zugunsten des Komforts etwas zurückgenommen und doch wirken diese Modelle sehr dynamisch. Als Motor verbaute man einen Bosch Performance Cruise (250 W), der von einer Bosch Power Tube (500Wh) Batterie angetrieben wird. Mit einem Wert von doch 24,4 kg gehört dieses Fahrrad nicht zu den leichtesten, ist aber für eine andere Zielgruppe und einen anderen Einsatzzweck konzipiert. Beim gemütlichen Cruisen im urbanen Raum kann das Ami C8 HMS von Gazelle gute Dienste leisten. Ein sehr niedriger Einstieg und die kleine Reifengröße ermöglichen leichtes Aufsteigen sowie Losfahren und komfortables, aufrecht sitzendes Fahren. Das erhöhte Sicherheitsgefühl wird dadurch vermittelt, indem der Boden sehr schnell mit den Füßen erreicht werden kann. Gewicht: 20,4 kg.

Einen Hersteller, den man – trotz langer Tradition – auf Anhieb nicht mit Fahrrädern in Verbindung bringt, ist BMW. Die mit Abstand nachhaltigsten und ökologischsten Produkte (mal abgesehen von einigen Accessoires), die der bayrische Autobauer im Programm hat, sind Bikes. Kürzlich wurde die neue BMW Bike Generation IV vorgestellt. Darunter auch das BMW Active Hybrid E-Bike und das BMW Urban Active Bike. Das Designteam von Designworks hat hier wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Mit einer enormen Detailgenauigkeit wird ein Gesamtbild erschaffen, das seinesgleichen sucht. Das Active Hybrid E-Bike ist mit einem Brose Drive S Alu Antrieb und einem 600Wh Lithium-Ionen-Akkus bestückt. Beim Urban Active Bike fällt das Rahmendesign so schlank aus, dass man es auf den ersten Blick nicht für ein E-Bike hält.

Einiges mediales Aufsehen erregte Christoph Fraundorfer mit seiner My Esel-Idee. Ein E-Bike aus Holz, das sich individuell anpassen lässt. Die Arbeit der oberösterreichischen Fahrradschmiede wurde unlängst mit dem German Design Award 2019 und einem Winner-Prädikat belohnt. Das Konzept ist genial: Ein Algorithmus berechnet Rahmenabmessungen und die Geometrie des Fahrrades individuell für jeden Käufer. Alle Werte werden mit einer Software verarbeitet. „My Esel ist somit das weltweit erste Maßrad, das in Massenproduktion gefertigt werden kann”, sagt Fraundorfer. Der Rahmen der My Esel-Räder besteht aus Holz, einem Faserwerkstoff, der Carbon ähnelt. Holz federt und ist trotzdem steif, erklärt Fraundorfer und das mache Holz zu einem bestens geeigneten Fahrradrahmen-Material. Der E-Antrieb ist nahezu unmerklich in den Rahmen eingebaut.

Thema Fahrraddiebstahl: Teure Bikes sind in Städten nach wie vor der Gefahr ausgesetzt, seinen Besitzer auf kriminelle Art zu wechseln. Deshalb setzen Unternehmen, Start-ups und Entwickler viel daran, genau dies zu verhindern. So kommt von Velco der Wink Bar. Das ist ein Lenker, der an jedem Fahrrad montiert werden kann. Damit wird das Bike mit einem Track & Trace-System ausgestattet, das im Fall eines Diebstahls den Besitzer über das Smartphone benachrichtigt. Das Fahrrad kann mit diesem System überall auf der Welt verfolgt werden. Mit an Bord ist ein intuitives Navigationssystem, das die Anweisungen über Lichtcodes gibt und automatische Scheinwerfer. Natürlich verhindert auch das gute alte Fahrradschloss einen Diebstahl, sofern es von hoher Qualität ist. Nicht alt, sondern ganz neu ist Lochness von Francesco Toselli. Das komplett ummantelte Kabel lässt sich in verschiedene Formen bringen und erfüllt neben sicherheitstechnischer Aufgaben auch die Lust am Spielen. Wie das Video zeigt:

 

Ähnliche Artikel

Diese Website verwendet Cookies. Bitte akzeptieren Sie, um fortzufahren. Akzeptieren Informieren