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Gewinner des Internorm-Architekturwettbewerbs 2021

von redaktion
Internorm, Juri Troy Architects, U-Haus

Die österreichische Fenstermarke Internorm kürte in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal außergewöhnliche internationale Leistungen in der Architektur. Die Jury erkor im Privatbau das Projekt „U-Haus von Juri Troy Architects zum Sieger und im Objektbau das Wiener Wohnbauprojekt der Superblock ZT GmbH. Zudem wurde ein Anerkennungspreis an Attila Béres (Béres Architects) für ein Projekt vergeben, das nach dem Einklang mit der Natur strebt. Teilnahmeberechtigt waren Bauwerke, die zwischen 2015 und 2021 fertiggestellt wurden. Ausschlagend für den Sieg war der besondere Einsatz der Gestaltungselemente Fenster und Türen in der Architektur.

Gewinner Privatbau

Das Architekturbüro Juri Troy Architects aus Wien hat für das Projekt „U-Haus“ einen zweigeschossigen Neubau in U-Form realisiert. Der Baukörper umschließt einen Hof, zu dem sich die Wohnbereiche hin orientieren. „Durch die Form des Gebäudes entsteht innenräumliche Vielschichtigkeit mit differenzierter Lichtführung, die begeistert“, beschreibt Jury-Mitglied Gerald Anton Steiner, Architekt aus Linz, das Neubauprojekt. Die großflächigen, hofseitigen Verglasungen ermöglichen Blickbeziehungen über den Außenraum zwischen Ess- und Wohnbereich. „Ein interessantes Weiterbauen innerhalb der Dorfstruktur – nach vorne diskret geschlossen, nach hinten öffnen sich die Gebäudetrakte in die Landschaft“, kommentiert Jury-Mitglied und Architekturjournalistin Franziska Leeb.

Gewinner Objektbau

Das in Wien ansässige Architektenbüro Superblock ZT GmbH erhielt den Hauptpreis im Objektbau für ihr Wohnbauprojekt „Nord 19“. Foto © Jürgen Pletterbauer

Das in Wien ansässige Architekturbüro Superblock überzeugte die Jury mit dem Wohnbauprojekt „Nord 19“. „Trotz der extrem engen Rahmenbedingungen des geförderten Wohnbaus ist es hier gelungen, spannende Tageslichtqualitäten sowohl im Stiegenhaus als auch in den Wohnungen zu ermöglichen“, sagt Volker Dienst von architektur in progress über den Objektbau-Gewinner. Dies gelang den Architekt*innen mittels einer Höhenstaffelung der Gebäude, wodurch sich drei Volumina ergeben, die in den unteren Geschoßen zusammenhängen. So entstehen Einschnitte, die Licht in den Hof und Straßenraum bringen. Dieser Entwurf erlaubt verschiedene Wohnungstypologien und Wohnungsgrößen. Die Raumhöhe von vier Metern im Erdgeschoss und ein Stützensystem bieten genügend Flexibilität für unterschiedliche Nutzungsstrukturen. Hier können sowohl kleine Start-up-Einheiten als auch Großraumbüros Platz finden. Jurymitglied Architekt Erwin Stättner von Franz&Sue Architektur hebt besonders diese offene Erdgeschosszone hervor. Sie trage zur Lebendigkeit des Quartiers bei. Und Anette Klinger, Miteigentümerin von Internorm, meint: „Innerhalb der engen Regelungen für geförderten Wohnbau ist es bei diesem Projekt gelungen, durch den idealen Einsatz von Fenstern lichtdurchfluteten, lebenswerten Wohnraum zu schaffen und die Fassade lebendig zu strukturieren.“

Mitten in der Natur

Gewinner Anerkennungspreis: Für ein weiteres herausragendes Projekt wurde Attila Béres von Béres Architects aus Ungarn ausgezeichnet. Foto © Tamás Bujnovszky

Der Anerkennungspreis geht an Attila Béres von Béres Architects aus Ungarn. Anforderung war es, einen Rückzugsort von nur ca. 40 m² zu schaffen, ohne dabei Wohnkomfort einzubüßen. Gleichzeitig sollte die Natur in hohem Maße respektiert werden. Das Haus liegt am Rande eines Waldes und der Architekt stellte es auf dünne Stelzen, die so platziert wurden, dass die Wurzeln der umliegenden Bäume keinen Schaden davontrugen. In der schlichten Fassade spielt die Anordnung der Fenster eine wichtige Rolle als Gestaltungselement.

Die beiden Hauptpreise sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert.

Die Fachjury: Volker Dienst von architektur in progress, Franziska Leeb Architekturpublizistin, Anette Klinger, Internationales Fensternetzwerk IFN, DI Erwin Stättner von Franz&Sue Architektur und DI Gerald Anton Steiner vom Architekturbüro Gerald Anton Steiner. Foto © Franz&Sue Architektur

Internorm ist die größte international tätige Fenstermarke Europas und hat 1.974 Mitarbeiter*innen. Mehr als 26 Millionen Fenstereinheiten und Türen – zu 100 Prozent „Made in Austria“ – haben die drei Produktionswerke Traun, Sarleinsbach und Lannach bisher verlassen. Gemeinsam mit rund 1.300 Vertriebspartnern in 21 Ländern ist das Unternehmen bestrebt, seine führende Marktposition in Europa weiter auszubauen. Zur Produktpalette gehören neben Fenster- und Türsystemen auch Sonnen- und Insektenschutzsysteme.


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