Home Award So gut ist Design im deutschsprachigen Raum – Design-Awards 2019 des DDC
DDC GUTE GESTALTUNG

So gut ist Design im deutschsprachigen Raum – Design-Awards 2019 des DDC

Der Deutsche Designer Club (DDC) feiert 2019 sein 30-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung ist es sein Bestreben, die Wahrnehmung und Relevanz von Design im deutschsprachigen Raum zu verbessern. Eines der probaten Mittel dazu ist der Wettbewerb für GUTE GESTALTUNG, den der DDC seit 1989 durchführt und damit Arbeiten in allen Gestaltungsdisziplinen auszeichnet. Die Gewinner der diesjährigen Ausgabe wurden nun bekanntgegeben. Neben den Preisen in den Kategorien Identity, Spaces, Reporting, Product, Campaign, Publishing und Interactive gab es mit DDC NEXT und DDC UNIVERSITY AWARD auch zwei Sonderauszeichnungen, die sich an den Nachwuchs bzw. junge Unternehmen richteten. Diese Preise sind mit einem Fördergeld von 10.000 Euro ausgestattet. Der Höhepunkt des Preisreigens war der DDC GRAND PRIX, der von der Jury 2019 dem Unternehmen Viessmann zugesprochen wurde. Der Heiztechnikspezialist habe die Zeichen der Zeit erkannt und sich zu einem Anbieter von integrierten Klima- und Energielösungen gewandelt. Damit leiste das Unternehmen einen wichtigen Beitrag für die Energiewende vor allem im Gebäudebereich. Die Jury betonte außerdem das hervorragende Industrial und Interface Design sowie die visuelle Kommunikation von Viessmann.

Designnachwuchs und Start-ups

Für die Entwicklung von CUBE, einem Feuerkorb aus pulverbeschichtetem Edelstahl, erhielt höfats den DDC NEXT AWARD. Neben der Anerkennung darf sich das Start-up auch über 5.000 Euro Preisgeld freuen. Den gleichen Betrag erhält Nachwuchsdesignerin Lisa Schramm. Für ihre App „xyx – der digitale Raum als Werkzeug für den Feminismus“ wurde sie mit dem DDC UNIVERSITY AWARD ausgezeichnet. Mit dieser App können mittels Augmented Reality Künstlerinnen auf äquivalente Kunstwerke von Männern in ausgewählten Museen projiziert werden: etwa dem Centre Pompidou, dem MoMA, der Tate Modern oder dem Louvre. Es geht der Gestalterin darum, die Unterrepräsentation von Künstlerinnen in Museen auszugleichen.

Hervorragende Gestaltung

Im Hauptwettbewerb für GUTE GESTALTUNG bewertete die 50-köpfige Jury Hunderte von Arbeiten in 7 Kategorien. Die besten Designs bekamen Auszeichnungen in Bronze, Silber oder Gold. In der Kategorie „Identity“ war den Juroren*innen die Neugestaltung des Corporate Designs der Menschenrechtsorganisation SARAM von der Agentur GREY Germany eine Würdigung in Gold wert. Mit auffällig klarer Farbgestaltung in rot und blau und plakativem grafischem Design werden die Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea angeprangert. Gold in der Kategorie „Spaces“ erhielt das Projekt „Discovery Dock – Interactive Micro Amusement Park“ von der deutschen Agentur Demodern, bei dem es um eine immersive Dauerausstellung im Hamburger Hafen geht. Ein zweiter Gold-Award in derselben Kategorie ging an die Bremer Kreativagentur GfG / Gruppe für Gestaltung für die Entwicklung der Sonderausstellung „Der mobile Mensch – Deine Wege. Deine Entscheidung. Deine Zukunft.“ im Universum Bremen®. Die Ausstellung thematisiert die urbane Mobilität der Zukunft.

Gold-Gewinner der Kategorie „Reporting“ ist das deutsche Beratungsunternehmen :response, das in Kooperation mit der Kommunikationsagentur SHE den Konzern- und Nachhaltigkeitsbericht 2018 der Stadtreinigung Hamburg inklusive dazugehörigem Magazin LOOP hervorragend gestaltet hat. In der Kategorie „Product“ gewann der Bürostuhl Cosm, den Studio 7,5 für Herman Miller gestaltet hat Gold. Ebenfalls golden glänzt der Award für die Kölner PBL Milk GmbH und ihre multimediale Kampagne „So klingt nur Dortmund“ für das Konzerthaus Dortmund. Die Kategorie „Publishing“ gewinnt das Institut Designlabor Gutenberg der Hochschule Mainz für ihre Publikation „Moholy-Nagy und die neue Typografie“. Schließlich gab es in der Kategorie „Interactive“ zwei Gewinner, die allerdings „nur“ mit Silber belohnt wurden. Das Berliner Studio CDLX wird für das Projekt „ISIpedia: the open climate-impacts Encyclopedia“ ausgezeichnet, wo versucht wird, mit einem Web-Portal, Expertisen aus dem Bereich Klimaforschung zusammenzuführen. Die österreichische Agentur MASSIVE ART bekam einen Silber-Award für die innovative All-in-One Präsentationslösung Cynap. Die Gestaltung des User-Interface erlaubt vielseitige Einsatzmöglichkeiten, etwa in Klassenzimmern oder Besprechungsräumen.

Alljährlich wird vom DDC auch ein Ehrenmitglied gewählt. 2019 ist dies Arno Brandlhuber, der für seine „eindeutigen Positionen zum Thema Wohnraum in Ballungsräumen, Umnutzung von Baubestand sowie seiner konzeptionell und ästhetisch brillanten Architektur“ ausgezeichnet wird.


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