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Toyota Mirai

H2-Mobilität – alltagstauglich und emissionsfrei

Das derzeit größte Thema in der Automobilbranche ist die Elektromobilität. Dabei vergessen viele, dass es nicht nur den Weg der Elektrifizierung gibt, um den Verkehr emissionsfrei und nachhaltiger zu machen, Autos können auch mit Wasserstoff angetrieben werden. Vor allem asiatische Autobauer entwickeln zum Teil bereits seit 20 Jahren serienreife H2-Modelle. Nexo heißt etwa das aktuelle Wasserstoff-Fahrzeug von Hyundai. Honda hat seit 2016 die zweite Generation seines Clarity am Start und arbeitet derzeit an seiner „Electric Vision“, die vorsieht, dass bis zum Jahr 2025 bis zu zwei Drittel aller Honda-Neuzulassungen aus Hybrid-, Plug-in-Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeugen bestehen sollen. Auch Mercedes-Benz mischt hier mit und präsentiert aktuell seinen GLC F-CELL, einen Hybrid, der sowohl Wasser als auch direkt Strom tanken kann. Einer der Vorreiter ist Toyota mit dem Mirai, der 2015 mit dem ARBÖ Umweltpreis ausgezeichnet wurde.

Nun hat der japanische Autoriese einen „Dauertest“-Erfolg zu verzeichnen. Seit September 2017 sind 45 Toyota Mirai bei CleverShuttle im Einsatz. Der RidePooling-Fahrdienst mit Standorten in Hamburg, München und Stuttgart hat mit dieser weltweit größten Mirai-Flotte innerhalb von 15 Monaten eine Million Kilometer zurückgelegt und dabei über 170.000 Gäste befördert. Die Zielgruppe des Unternehmens, an dem seit 2015 die Deutsche Bahn beteiligt ist, sind technikaffine Menschen mit hohem Umweltbewusstsein, die CO2-neutral transportiert werden möchten. Die Buchung erfolgt über eine App. Fahrgäste mit ähnlichen Routen werden gebündelt, was zu einem bis zu 40 % günstigeren Preis im Vergleich zu konventionellen Taxis führt. Betankt werden die Fahrzeuge an den Tankstellen der H2 MOBILITY, dem Joint Venture zum Ausbau der deutschlandweiten Wasserstoffinfrastruktur. „Die Kooperation mit CleverShuttle zeigt einmal mehr, wie alltagstauglich und problemlos heute schon Wasserstofffahrzeuge wie der Toyota Mirai signifikant die Umwelt entlasten können“, sagt Ferry M. M. Franz, Direktor Toyota Motor Europe, Berlin.

Wasserstoff betriebene Fahrzeuge sind eine echte Alternative zu Verbrennungsmotoren und eine sinnvolle Ergänzung zu Elektroautos. Vor allem im Hinblick auf die Reichweite haben Wasserstoff-Modelle derzeit noch einen Vorsprung. Die einzige Krux an der Geschichte sind die spärlichen H2-Tankstellen. Würde hier nur ein Teil der Anstrengungen unternommen, die für den Ausbau der E-Ladenetze derzeit im Laufen sind, könnten die Absatzchancen entscheidend gesteigert werden.

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