Home Design Innovative Designleuchten erhellen Raum und Gemüt

Innovative Designleuchten erhellen Raum und Gemüt

von Caroline Wanderberg
Magis, Lost

Die Vorweihnachtszeit wird auch als Zeit des Lichts bezeichnet. Gemeint ist das innere Licht der Hoffnung und der Vorfreude. Lichter finden sich auf dem Adventkranz, dem Christbaum oder beim Lichterzug des Nikolaus. Neben der symbolischen Bedeutung sorgt Licht außen wie innen für besondere Stimmung und wohlige Atmosphäre. Diese Eigenschaften machen Designleuchten zu einer ganz speziellen Produktkategorie, die Interieurs auf einzigartige Weise bereichert.

Die folgenden Beispiele hochwertiger Leuchten verschönern nicht nur das Weihnachtsfest, sondern heben das ganze Jahr über die Laune. Ein ungebrochener Wohnmöbeltrend, der auch bei Leuchten zu beobachten ist, heißt Retro. Dazu gehört, Designs aus der Vergangenheit neu aufleben zu lassen. Klassiker von Eileen Gray etwa gibt es bei ClassiCon. Dabei legt der einzige rechtmäßiger Lizenznehmer des World Licence Holders Aram Designs Ltd. großen Wert auf die technische Weiterentwicklung der Produkte. Ganz in diesem Sinne präsentiert das Unternehmen drei Gray-Ikonen in neuen Varianten: Pailla (1927) ist als matt-schwarze Version, Tube Light (1927) mit Dimmer sowie ebenfalls in matt-schwarz und Roattino (1931) erstmals in weißer Ausführung und mit Dimmfunktion erhältlich. Natürlich sind alle mit zeitgemäßen LEDs bestückt.

Formale Stringenz und Eleganz verkörpert „Pailla“. Eileen Gray entwarf die schlichte Wandleuchte mit zweiteiligem Zylinder für ihr Ferienhaus E1027 an der Côte d’Azur. © ClassiCon

Ringe und Prismen

Das Potenzial, ein Klassiker zu werden, hat auch die Leuchte „Lost“ von Magis. BrogliatoTraverso verzichteten auf den traditionellen Lampenschirm und schufen schlicht einen leuchtenden Ring. „Lost ist eine Leuchte, die die Leere zu ihrem Hauptdarsteller macht und dabei eine Aura des Lichts schafft, ein sehr feines und elegantes Licht”, beschreiben die Designer ihren Entwurf. Das Ergebnis ist ein starkes Statement in Form eines nur 2 cm dicken Kreises, hinter dem sich eine dimmbare LED-Lichtquelle verbirgt.

Der Kreis als Leitmotiv: Magis präsentiert Lost von BrogliatoTraverso. © Magis

Vom Ring zum Stab: die „Stick“-Kollektion, eine Zusammenarbeit von Contardi Lighting und Studiopepe basiert auf einem Grundmodul mit dreieckigem Querschnitt. Wird dieses Element wiederholt, ergeben sich viele Konfigurationen, die je nach Hängung sehr unterschiedlich sind. „Die Reinheit, die wir mit STICK erreichen wollten, konnte nur dank der Zusammenarbeit mit den Lichttechnikern von Contardi gelingen. Durch diese Kooperation konnten wir beim Designen alle unnötigen Konstruktionsdetails weglassen, was es uns erst ermöglichte, unsere ästhetischen und funktionalen Ziele zu erreichen. Dadurch ist es uns gelungen, ein extrem sauberes Prisma zu schaffen“, sagt Chiara di Pinto von Studiopepe.

Contardi Lighting ist eigentlich für Beleuchtungsgroßprojekte in Luxushotels bekannt. Nun bringt das Unternehmen die „Stick“-Kollektion heraus. Design: Studiopepe. © Contardi Lighting

„Prisma“ ist auch der Name einer Kollektion von Lucie Koldova für Brokis. Das Hauptmerkmal ist eine aufwendige Metallhalterung mit markantem Finish. Klassische mundgeblasene Glaskugeln sind entweder an einem oder an beiden Enden einer robusten, zehneckigen Struktur aus Metall verankert, die der Kollektion ihren Namen gibt. Diese Form in Kombination mit der prägnanten Oberfläche reflektiert das Licht in verschiedenen, teils unerwarteten Winkeln – wie ein Prisma.

„Prisma“ ist eine äußerst dekorative Leuchte im Design von Lucie Koldova. © Brokis, Foto: Martin Chum

Flexible Lichtsysteme

Artemide ist ein Fixstern im Universum der ästhetischen Beleuchtungslösungen – und das seit mehr als 60 Jahren. Dafür arbeitete das italienische Unternehmen mit den weltbesten Designern und Architekten zusammen: Michele de Lucchi, Richard Sapper, Foster & Partners … Gleichzeitig war Firmengründer Ernesto Gismondi eine Lichtgestalt in der Weiterentwicklung von Design und Technologie – wie Lichtlösungen wie „Discovery“ oder „Funivia“ zeigen. Bemerkenswert ist die Zusammenarbeit mit BIG, aus der bereits mehrere Modelle hervorgingen. Zum Beispiel die organisch geformte „Gople“. Ursprünglich aus mundgeblasenem Glas umfasst das System Pendel-, Boden- und Stehleuchten sowie ein Schienensystem. Mit „Gople Outdoor“ wurden die Anwendungsmöglichkeiten erweitert.

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„Ettorino T“ ist eine sehr gelenkige Lampe, prädestiniert für den Schreibtisch. Den Mechanismus hat Hersteller Catellani & Smith zum Patent angemeldet. Die Leuchte besteht aus zwei Stäben und einem Zylinder. Die rote Figur am gegenüberliegenden Ende des horizontalen Stabes fungiert als Spanner und sorgt für Balance.

Die Kollektion XY&Z von Fabbian ist als Alternative zu traditionellen Downlights oder Pendelleuchten im Hospitality-Bereich konzipiert. Diese Leuchte punktet mit ihrer Ästhetik, die jedes einzelne Stück zu einer wundersamen Offenbarung macht. XY&Z kann aber noch mehr: der aus mundgeblasenem Glas bestehende Strahler kann mit 2 und bis zu 15 Seilen in verschiedenen Höhen im Raster gehängt werden. Das Innenglas ist in den Ausführungen transparent, sandgestrahlt, Lakritz, Pflaume, Petroleum und Bronze erhältlich. Das Außenglas ist entweder sandgestrahlt oder klar.

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Progressive Kronleuchter

Wenn es um luxuriöse Kronleuchter geht, ist Windfall eine der ersten Adressen. Auch diese Subkategorie verharrt nicht im Stillstand, sondern wird kontinuierlich weiterentwickelt. Mit der sogenannten „Tubees“-Technik ist das Unternehmen fähig, eine völlig neue Art von Kronleuchten zu kreieren. Es handelt sich um in Glasröhren eingeschlossene Kristallperlen. Diese Technik erlaubt organische Gestaltungen ohne jegliche Einschränkungen durch Metallteile – wie die Kollektionen „Waves“ oder „Leaves“ beweisen.

Der „Leaves“-Kronleuchter in einem Luxusapartment im saudi-arabischen Jeddah. © Windfall

Marcello Ziliani hat für Turri zwei Leuchtenkollektionen entworfen, bei denen die Themen Zirkularität und Lichtqualität im Fokus standen. Ziliani forschte zu diesen Themen und konnte dabei auch auf das Know-how von Turri zählen. Die Ergebnisse heißen „Reeds“ und „Tubular Bells“: „Reeds“ ist ein Pendelleuchtensystem, das vom Unterwasser-Blick auf ein an der Oberfläche vorbeifahrendes Schiff inspiriert wurde. Drei feine Ringlinien mit unterschiedlichen Durchmessern symbolisieren Wellen, darin sind Röhren aus Aluminium oder geätztem Glas, in seitlichen Schlitzen hängend, angebracht. Die Inspiration für die Pendelleuchte „Tubular Bells“ ist ebenso außergewöhnlich. Sie ist vom gleichnamigen, stilprägendem Progressive Rockalbum Mike Oldfields beeinflusst. Das Profil erinnert an tibetische Glocken, die in Dreiergruppen aufgereiht sind. Ein horizontaler Stab trägt die Leuchtkörper, deren Licht sowohl nach oben als auch nach unten gestreut wird.

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Räume emotional aufladen – Häfele Blackbox

Mit der Häfele Blackbox hat der internationale Spezialist für Möbel- und Baubeschlägen, elektronische Schließsysteme und LED-Lichtlösungen einen neuen Showroom in Stuttgart eröffnet. Es soll eine Kreativwerkstatt für Licht und Raumkonzepte sein. Die Blackbox befindet sich im Römerkastell, einer ehemaligen Kaserne. Ein Ort, den bereits die Römer als „Castellum“ nutzten. In der ganz in Schwarz gehaltenen „Ideen-Werkstatt“ werden Möbel, Licht, Raum und Konnektivität neu gedacht, geplant und umgesetzt – gemeinsam mit Planern, Kreativen, dem Fachhandwerk und Industriepartnern.

Auf der wandelbaren Ausstellungsfläche der neuen Häfele Blackbox zeigen Häfele und Nimbus, wie sich Raum mit Licht für verschiedene Atmosphären emotionalisieren lässt. © Häfele, Foto: Gordon Koelmel

Zum Start der Blackbox werden drei Themen bespielt: die moderne, multifunktionale Küche, das Thema Micro-Living-Apartments und das Hotelzimmer der Zukunft. Besonders Letzteres sei derzeit sehr wichtig, meint Sibylle Thierer, Häfele Unternehmensleiterin: „Die Branche Hospitality in ihrer gesamten Bandbreite liegt uns besonders am Herzen. Denn diese Branche ist extrem vom Fachkräftemangel, einer Kostenexplosion und dem gleichzeitigen Trend zu Investitionen, die Nachhaltigkeitsstandards und ESG-Kriterien (Environment, Social and Governance) erfüllen, stark betroffen. Häfeles Leistungen liefern einen wichtigen Beitrag, den Wert und Nutzen von Räumen zu optimieren und die Prozesse im operativen Alltag technologisch zu verschlanken“, betont Thierer.


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