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Klein, kleiner … Ami

by redaktion

Vor einem Jahr präsentierte Citroën das Ami One Concept auf den Genfer Automobilsalon (der übrigens für 2020 abgesagt wurde). Nun stellt das Unternehmen das Ergebnis, welches in nur einem Jahr erreicht wurde – den rein-elektrischen Citroën Ami vor. Dieses Fahrzeug soll eine elektrische Mobilitätslösung „für jedermann“ sein und ist auf die Fortbewegung in der Stadt zugeschnitten. Mit seinen sehr kompakten Abmessungen (Länge: 2,41 Meter, Breite: 1,39 Meter, Höhe: 1,52 Meter) und einem Wendekreis von 7,2 Metern ist der Ami ein flinkes, individuelles Verkehrsmittel, das vor allem auch das Einparken leicht macht. Seine Stadttauglichkeit beweist er weiters durch eine Reichweite von bis zu 70 Kilometern und der Möglichkeit, ihn wie ein Smartphone aufzuladen: Der 5,5 kWh Lithium-Ionen-Akku kann in nur drei Stunden an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose (220-Volt-Steckdose) aufgeladen werden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h. „Der Ami soll ein echter Durchbruch beim Zugang zu urbaner Mobilität sein − eine Lösung, die möglichst nah an neuen Nutzungsgewohnheiten ist. Diese herausragende Idee war vor einem Jahr nur ein Konzept. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir sie heute in die Realität umsetzen“, sagt Vincent Cobée, CEO Citroën.

Der Innenraum des Ami ist dank der großen Windschutzscheibe, Seitenfenster und Rückscheibe sowie dem standardmäßigen Panoramadach sehr hell. Die Scheiben oberhalb der Karosserielinie machen 50 % der Gesamtoberfläche aus. Dadurch wird ein Gefühl der Geräumigkeit vermittelt und praktischerweise das Sichtfeld erweitert. Citroën will auch an die eigene Markengeschichte erinnern und hat deshalb Seitenfenster eingebaut die manuell nach oben geklappt werden können – wie beim 2CV.

Neben raffiniert angelegten Stauräumen im Interieur punktet der Ami vor allem mit seinem Außendesign. Es ist gleichwohl zeitgemäß als auch zukunftsweisend, witzig und prägnant. Scheinwerfer und Blinker bilden eine markante Lichtsignatur, die sich am Heck wiederholt. Der Ami ist (je nach Individualisierungspaket) mit Radzierblenden, Karosserie-, Kotflügel- und Dachstickern oder Kapseln an den Seiten ausgestattet, die an den Airbump® erinnern. Die breiten seitlichen Türen sind identisch und lassen sich in entgegengesetzter Richtung öffnen: Das heißt, gegenläufig auf der Fahrerseite für einen leichten, komfortablen Einstieg, und klassisch auf der Beifahrerseite. Im Innenraum wurde auf eine möglichst geringe Anzahl an Materialien Wert gelegt, um die Produktion zu vereinfachen. Die speziellen schachbrettartigen Grafiken auf der Instrumententafel an der Lenksäule zeigen relevante Fahrzeuginformationen an. Rechts neben dem Lenkrad kann das Smartphone befestigt werden, das zum Hauptbildschirm im Armaturenbrett wird und Zugriff auf Navigation und Musik bietet.

Der Ami ist in sieben verschiedenen Versionen erhältlich: Der Kunde/die Kundin hat die Möglichkeit, das Fahrzeug mit einfach selbst zu installierendem Zubehör zu personalisieren. Im Zubehörsatz sind mehrere dekorative Elemente enthalten: ein zentrales Trennnetz, ein Aufbewahrungsnetz für die Tür, eine Matte, ein Ablagefach auf dem Armaturenbrett, ein kleiner Haken für eine Handtasche, ein Smartphone-Clip sowie die DAT@MI-Box (Dongle), die mit der auf dem Smartphone installierten My Citroën App verbunden wird und wichtige Fahrzeuginformationen abruft. Es sind vier Hauptfarbtöne verfügbar: My Ami Grey, My Ami Blue, My Ami Orange und My Ami Khaki. Dieser Zubehörsatz ermöglicht dem Kunden, ein ganz individuelles Fahrzeug zu schaffen und gleichzeitig die Funktionalität zu steigern. An der Spitze der Individualisierungsmöglichkeiten stehen die Pakete My Ami Pop mit der Farbausstattung Orange und einem pfiffig-sportlichen Design sowie Heckspoiler und My Ami Vibe mit der Farbausstattung Grau und einem modisch-grafischen Zubehör sowie einer Dachleiste. Diese beiden Individualisierungspakete werden vor der Fahrzeugauslieferung an den Kunden im Werk durchgeführt.

Beim Ami handelt es sich um ein Produktdesign, nicht um ein Automobildesign. Hier wird die Form von der Funktion bestimmt. Der Ami wurde von innen nach außen designt“, erklärt Pierre Leclercq, Direktor Design Citroën. „Trotz der sehr kleinen Grundfläche wollten wir ein geräumiges Inneres schaffen. Ein cleveres, symmetrisches (vorne/hinten, linke/rechte Tür) Design schafft einen starken Auftritt und eine einzigartige Funktionalität. Die eigens entwickelte Außenlackierung ist weder zu feminin noch zu maskulin und passt gut zu den unterschiedlichen Farbpaketen Blau, Weiß, Khaki und Orange. Der Ami ist ein vollständig individualisierbares Fahrzeug, das dank seines Außen- und Innenzubehörs – das entweder rein stilistischer Natur ist oder extra Funktionen bietet – sowie der Sticker zu einem ganz individuellen Fahrzeug umgestaltet werden kann“, ergänzt Leclercq.

Mit dem Ami bietet Citroën nicht nur ein innovatives Fahrzeug, sondern auch eine moderne elektrische Mobilitätslösung. Dabei sind die verschiedenen Angebote auf die tatsächliche Nutzung durch den Kunden zugeschnitten. Der Kunde kann sich über ein Online-Tool für Carsharing, Leasing oder Kauf entscheiden. Für Kunden, die privat oder beruflich permanenten Mobilitätsbedarf haben, eignet sich das Landzeitleasing. In Frankreich wird der Ami ab einer monatlichen Leasingrate von 19,99 Euro erhältlich sein. Der Ami wird zukünftig auch in ausgewählten Ländern im Rahmen des Free2Move Carsharings ab 0,26 Euro/min zu mieten sein. Schließlich kann der Ami auch ganz altmodisch einfach gekauft werden. In Frankreich wird er ab 6.000 Euro einschließlich Mehrwertsteuer zu haben sein. Bestellungen können in Frankreich bereits ab dem 30. März sowie im Laufe des Jahres auch in weiteren Ländern – darunter Deutschland, Spanien, Italien, Belgien und Portugal – aufgegeben werden. Die ersten Kundenauslieferungen sind in Frankreich für Juni geplant, in den weiteren Ländern zu einem entsprechend späteren Zeitpunkt. Citroën hat seine üblichen Vertriebsmethoden in Frankreich um ein digitales Vertriebssystem ergänzt, bei dem der Kauf eines Ami zu 100 % online abgewickelt werden kann. Zudem ist die Marke Partnerschaften mit großen französischen Einzelhandelsketten eingegangen und hat mobile Probefahrtzentren entwickelt.

Laut Prognosen soll im Jahr 2030 jeder dritte Kilometer durch gemeinsam genutzte Mobilität zurückgelegt werden. Da der Ami zum Beispiel in Österreich bereits ab 15 Jahren mit dem Mopedführerschein gefahren werden dürfte, ist dies vor allem für den Carsharing-Markt interessant. Allerdings ist ein Verkauf des Ami in der ersten Welle der Markteinführungen in Österreich noch nicht vorgesehen. Erst bei großer Kunden*innen-Nachfrage wird über eine Einführung in Österreich entschieden.

Dem Trend, dass zukunftsfähige Autos das Benutzererlebnis ins Zentrum stellen und den digitalen Lifestyle in die Mobilität bringen müssen, entspricht das Ami-Konzept von Citroën voll und ganz. Außerdem ist es dem französischen Autobauer gelungen, ein Microcar der Zukunft zu entwickeln, das diese Fahrzeugkategorie cool aussehen lässt.


 

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