Home ArtLake Como Design Festival 2026: Wenn Grenzen zu Begegnungsräumen werden

Lake Como Design Festival 2026: Wenn Grenzen zu Begegnungsräumen werden

von redaktion
Alberto Granata / Gente di Confine beim Lake Como Design Festival. Die von Granata fotografierten Statuen zeichnen sich durch die Schönheit ihrer Komposition, den meisterhaften Einsatz von Licht und die originelle Bildgestaltung aus. © Alberto Granata

Vom 12. bis 20. September 2026 verwandelt sich Como in eine Bühne für Design, Architektur und Kunst: Das Lake Como Design Festival geht in seine achte Runde – und überschreitet dabei erstmals die Stadtgrenzen. Neben Como werden nun auch Orte in Lecco bespielt. Damit rückt das Festival sein diesjähriges Leitthema „Border“ konsequent ins Zentrum. Grenzen erscheinen hier nicht als trennende Linien, sondern als Schwellen, an denen Beziehungen, Spannungen und Veränderungen entstehen.

Herzstück bleibt die Villa del Grumello, deren Park und historische Räume mit der Ausstellung „Future in the Past“ das Spannungsfeld zwischen Erinnerung und Gestaltung ausloten. Archive, handwerkliches Wissen und zeitgenössisches Design sollen dabei in einen lebendigen Dialog treten – etwa mit Arbeiten von Lupo Borgonovo, Nicolò Spinelli und dem Meda-Atelier Simonetto oder einer Hommage des Labels Etel an Lina Bo Bardi. Im Park erzählt die Freiluftausstellung „Nella Natura“ von Menschen, die sich für ein Leben zwischen Stadt und Wildnis entschieden haben.

After Evidence: from forensic purpose to public resonance-Ausstellung in der Accademia di Como Aldo Galli. Foto © Giulia Pirri

Neu ist die Kooperation mit Hochschulen der Region: Die Universität Insubria, das Conservatorio di Como, die Aldo-Galli-Akademie/IED sowie der Politecnico-Campus Lecco steuern eigene Projekte bei – von einer Klanginstallation bis zu einer inklusiven audio-taktilen Ausstellung für blinde und sehbehinderte Besucher.

Pure Act (Atto Puro) ist eine Soundinstallation, die ein immersives Erlebnis bieten soll. Ort: Como Conservatory. Kurator: Ultrapresent Studio. © Ultrapresent Studio

Auch die vielbeachtete Contemporary Design Selection kehrt zurück. Die von Giovanna Massoni kuratierte Gruppenschau zieht erstmals in die neoklassizistische Villa Saporiti ein und versammelt mehr als fünfzig Designer, Studios und Kollektive aus rund dreißig Ländern. Ergänzt wird das Festivalprogramm durch Studio-Besuche sowie Führungen zu Stätten der bedeutenden rationalistischen Architektur Comos.


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