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Land Steiermark lanciert neues Förderprogramm für E-Mobilität

von redaktion
STMK fördert Ladeinfrastruktur

Die Steiermark hat ein Förderpaket auf den Weg gebracht, das die Ladeinfrastruktur im Land verbessern soll. Es wird Zuschüsse für den Kauf und die Installation von privaten Wallboxen beinhalten sowie Gemeinden bei der Errichtung von Schnelladern unterstützen und in Siedlungsbauten Systeme für das Lademanagement fördern.

Dieser Beschluss der Landesregierung folgt auf die „Raus aus Öl“-Förderung, die den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme beschleunigen soll, und einem Baugesetz, das die Nutzung von Solarenergie bei Neubauten forciert. „Wir sehen heute schon, dass mehr und mehr Autohersteller auf Elektromobilität umstellen – und die Verkaufszahlen von Elektroautos im vergangenen Jahr zeigen: Die Steirerinnen und Steirer nehmen die Möglichkeit zum Umstieg zunehmend an. Daher ist es notwendig, dass wir den Ausbau der Ladeinfrastruktur unterstützen“, betont Klimaschutzlandesrätin Ursula Lackner. Und Wohnbaulandesrat Johann Seitinger ergänzt: „Das Vertrauen in die E-Mobilität muss durch die technischen Errungenschaften noch verstärkt werden, denn wenn wir über Klimaneutralität sprechen, ist dieser Weg unausweichlich. Eine attraktive und komfortable Ladeinfrastruktur ist die Voraussetzung für eine zukunftsorientierte E-Mobilität.“

Die Steiermark fördert Ladeinfrastrukturen für Private, Gemeinden und Siedlungen zunächst mit insgesamt 1,5 Millionen Euro. © Rudy und Peter Skitterians, Pixabay

Wallboxen für Private

Gefördert werden Anschaffungs- und Installationskosten von neuen dreiphasigen, intelligenten E-Ladestationen in Form einer Wallbox (bis zu 300 Euro) oder eines Ladekabels (bis zu 100 Euro) für Private. Voraussetzung: Die Ladestation muss ausschließlich über Ökostrom gespeist werden.

Schnellladestationen in Gemeinden

Gemeinden, die eine Schnellladestation für Elektroautos installieren, bekommen die Hälfte der Anschaffungs- und Errichtungskosten (maximal 100.000 Euro) ersetzt. Die Basisförderung beträgt dabei 80.000 Euro, Zuschläge im Ausmaß von je 10.000 Euro gibt es für e5-Gemeinden (das ist ein Netzwerk zur Modernisierung der kommunalen Energie- und Klimaschutzpolitik) sowie für jene, die über ein Sachbereichskonzept Energie verfügen. Dieses Konzept dient als Grundlage für die Erarbeitung von Strategien zur Lenkung der künftigen räumlichen Entwicklung in energieeffiziente Raum- und Siedlungsstrukturen, die sogenannten energieraumplanerischen Standorträume. Auch für diese Fördergruppe gilt: Der gelieferte Strom muss ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

Intelligente Lademanagementsysteme in Siedlungen

In Mehrfamilienhäusern und Siedlungen sind intelligente Lastmanagementsysteme notwendig, die dafür sorgen, dass viele Fahrzeuge geladen werden können, indem Lastspitzen und Lastreserven automatisch berücksichtigt werden. Das Land steuert als Basisförderung bei Anlagen mit weniger als 100 Ladepunkten bis zu 5.000 Euro zu den Kosten für Planung, Installation sowie etwaigen notwendigen baulichen Maßnahmen bei. Für größere Anlagen gibt es Zuschläge von 2.500 Euro je 50 weitere Ladepunkte. Die Steiermark fördert Ladeinfrastrukturen für Private, Gemeinden und Siedlungen im ersten Schritt mit insgesamt 1,5 Millionen Euro.


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