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Linea Light Group präsentiert antibakterielles Licht

von Markus Schraml
HINS-Light, Linea Light Group

Ein Forscher*innen-Team an der Universität von Strathclyde im schottischen Glasgow hat über viele Jahre die sogenannte HINS-Technologie entwickelt und intensiv getestet. Das High Intensity Narrow Spectrum Licht (HINS) ermöglicht es, Oberflächen zu desinfizieren. Bei kontinuierlicher Anwendung können mit diesem Licht, das bei einer Wellenlänge von 405 nm ausstrahlt, 70 – 80 % der Bakterien zerstört werden. Produkte mit dieser patentierten Technologie werden in den USA bereits von zwei Herstellern für den professionellen Einsatz im Gesundheits- und Lebensmittelbereich vertrieben. Nun kooperiert auch die italienische Linea Light Group mit der Universität von Strathclyde und stattet seine Woofer und Rollip-Modelle aus der i-LèD Professional-Kollektion mit dieser Technologie aus. Die Linea Light Group wird damit den europäischen Markt bedienen.

Environment Care Lighting

Die Licht- und Leuchtenspezialisten der Linea Light Group nennen die neue Reihe „Environment Care Lighting“ und versprechen eine Reinigung von Räumen, die weitaus günstiger ist als etwa teurere Ultraviolett-Technologien, die Frequenzen von 240 und 260 nm nutzen. Der große Unterschied liegt darin, dass für HINS-Licht, die Räume nicht leer sein müssen, wie dies bei ultraviolettem Licht notwendig ist. In den neuen Leuchten der Linea Light Group kommen zwei Lichtquellen zum Einsatz: eine violett-blaue LED und eine weiße Power-LED. Dadurch können zwei Funktionen gleichzeitig erfüllt werden: Beleuchtung und Hygienemaßnahmen.

Linea Light Group, Environment Car Lighting
Die neue Environment Care Lighting-Serie kann in öffentlichen Räumen, Gesundheitseinrichtungen, Büros und im Wohnbereich eingesetzt werden. © Linea Light Group

So funktioniert’s

HINS-Licht tötet Mikroben durch einen photodynamischen Inaktivierungsprozess ab. Dieser wirkt auf die lichtempfindlichen Moleküle, die Porphyrine der Mikroben ein. Wenn 405 nm-Licht in mikrobielle Zellen eindringt, reagiert das Licht mit den Porphyrinmolekülen und es entstehen Biozide. Diese reaktiven Chemikalien sind für mikrobielle Zellen äußerst toxisch und schädigen ihre Zellstrukturen, was zum mikrobiellen Tod führt.

Für die Entwicklung der HINS-Lichttechnologie zeichnen die Expert*innen Prof. Scott MacGregor, Dr. Michelle Maclean, Prof. Gerry Woolsey und Prof. John G. Anderson verantwortlich. Die revolutionäre Technologie wurde am Robertson Trust Laboratory for Electronic Sterilisation Technologies (ROELST) der Universität Strathclyde entdeckt und entwickelt. „Environment Care Lighting stellt eine einzigartige Desinfektionsmethode dar, da sie keine schädlichen Chemikalien oder gefährliches UV-Licht verwendet, sondern nur sichtbares Licht, das für Menschen harmlos ist“, erklärt Prof. John G. Anderson, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung „Electronic & Electrical Engineering“ an der Universität von Strathclyde und Mitglied des HINS-Forschungsteams.

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Kontinuierliche Desinfektion

Das ausgestrahlte Licht der „Environment Care Lighting“-Serie ist wärmer als herkömmliche Bürobeleuchtung und verfügt über eine hohe Farbwiedergabe (über 90 CRI). Für den Hersteller war es wichtig, den antibakteriellen Effekt mit hochwertigem Licht zu verbinden, betont Gianluca Salciccia, Verkaufsleiter der Linea Light Group. „Während der Zeit, in der Menschen sich in den betreffenden Räumen aufhalten, wird das violett-blaue Licht in Kombination mit weißem Licht ausgestrahlt, um die Desinfektionsfunktion zu erhalten. Mit unseren Produkten kann jedoch auch nur das violett-blaue Licht eingeschaltet werden, wenn die Räume nicht genutzt werden, wodurch eine Kontinuität des nützlichen Reinigungseffekts gegeben ist“, erklärt Salciccia.

Dies ist ein Vorteil im Hinblick auf den Energiebrauch in den Nachtstunden, denn das violett-blaue Licht verbraucht wenig Strom, gleichzeitig wird aber weiter desinfiziert. Klinische Studien der Universität von Strathclyde haben gezeigt, das eine kontinuierliche HINS-Beleuchtung den antibakteriellen Effekt erhöht. Konkret wird die Belastung bereits nach zwei Tagen um 53 % reduziert, um 69 % nach vier Tagen und 86 % nach sieben Tagen.

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Noch nicht auf Coronaviren getestet

Die Entwicklung der HINS-Technologie begann viele Jahre vor der COVID-19-Pandemie und wurde bisher nicht auf einen möglichen Einsatz gegen Coronaviren getestet. Es gibt allerdings bereits Untersuchungen, die zeigten, dass unter bestimmten Bedingungen HINS-Licht auch gegen Viren wirkt. Deshalb besteht die Hoffnung, dass es auch einen Effekt auf den Coronavirus haben könnte. Einstweilen bietet die Linea Light Group andere zertifizierte Produkte an, die mittels UVGI-Technologie (Ultraviolet Germicidal Irradiation) gegen Coronaviren wirksam sind. Diese können allerdings nur eingesetzt werden, wenn sich keine Menschen in den betreffenden Räumen befinden.


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