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MESURA und unparelld´arquitectes gewinnen Simon Architecture Prize

von Markus Schraml
Simon Architecture Prize 2020

Zwei Projekte aus Spanien sind die Gewinner der dritten Ausgabe des „Living Places – Simon Architecture Prize“. In der Kategorie „Collective Places“ kürte die internationale Jury „Can Sau. Emergency Scenery“ des Studios unparelld’arquitectes zum Sieger, während das Büro MESURA mit „Casa Ter“ die Kategorie „Personal Places“ gewann. Außerdem verlieh die Jury eine Special Mention an ein Projekt in Frankreich von Kaan Architecten und Fres Architectes bzw. an den dazu gedrehten Film von Romain Loiseau und Tristan Soreau.

Die Preisverleihung fand, wie in diesem Jahr üblich, auf digitalem Wege mittels Livestream statt. 165 Projekte aus 23 Ländern wurden eingereicht, wovon 140 ihre Arbeit auch mit einem Video dokumentierten. Daraus ermittelte die Jury 10 Finalist*innen. Als glückliche Gewinner in der „Collective Places“-Kategorie gingen schließlich unparelld’arquitectes (Eduard Callís und Guillem Moliner) hervor. Das Video dazu hat Martí Pellicer gedreht. „Can Sau. Emergency Scenery“ ist ein Projekt in Olot (Spanien), das den Beweis führt, wie historische Stadtteile regeneriert werden können. „Es verfolgt ein neues Konzept und eröffnet neue urbane Möglichkeiten, indem es die Menschen dazu einlädt, den öffentlichen Raum für alle Arten sozialer Aktivitäten zu nutzen“, heißt es in der Jurybegründung. Diese Arbeit zeigt, wie auch einzelne Projekte sehr viel Mehrwert in den städtischen Raum bringen können.

Can Sau. Emergency Scenery

Das Studio MESURA gewann mit „Casa Ter“ in der Region Baix Empordà (Spanien) die Kategorie „Personal Places“, wobei auch hier das Video zum Projekt von Ricard López einen wichtigen Stellenwert hat. So kommentiert die Jury: „Ein sehr schönes Projekt, sehr subtil und fein, das ein wahrhaftes Gefühl der Harmonie mit der Natur und der umgebenden Landschaft vermittelt. Der Film trägt aktiv dazu bei, diese Empfindung spürbar zu machen, indem er eine sinnliche Reise durch die Räume schafft, die es uns ermöglicht, den Ort und seine sowohl physischen als auch atmosphärischen Qualitäten wahrzunehmen.“

Das Studio MESURA gewann mit „Casa Ter“ die Kategorie „Personal Places“. © MESURA, Ricard López

Die Jury beschloss in dieser Ausgabe zusätzlich den Film „To become one“ von Romain Loiseau und Tristan Soreau über das „Institut für Molekularwissenschaften“ in Orsay (Frankreich) von Kaan Architecten und Fres Architectes mit einer „Special Mention“ auszuzeichnen. Einmal mehr hebt die Jury die Wichtigkeit von filmischen Darstellungen für das Erfahren von Architektur hervor, die mehr seien als bloße Mittel der Kommunikation oder Promotion. „Der Film ist wirklich schön, zart und suggestiv. Er schafft eine fesselnde surrealistische Atmosphäre, die sehr gut das Mysterium wissenschaftlicher Forschung einfängt“, schreiben die Juror*innen. Die Ausnahmesituation der letzten Monate spielte bei dieser Juryentscheidung wohl keine unwesentliche Rolle. Stimmungsmäßig erinnert der Film an “Tales from the Loop”.

„To become one“, ein Film von Romain Loiseau und Tristan Soreau über das „Institut für Molekularwissenschaften“ in Orsay (Frankreich). ISMO, KAAN Architecten, © Fernando Guerra

Die Mitglieder der internationalen Jury waren die indische Architektin Anupama Kundoo, bekannt für ihre experimentelle Arbeit mit Materialien und Architektur mit geringer Umweltbelastung, die den Vorsitz innehatte, Louise Lemoine, Videokünstlerin, Produzentin, Herausgeberin und Mitgründerin von Bêka & Lemoine, der mexikanische Architekt Víctor Jaime, Mitgründer des Studios Productora, Ana Luisa Soares, eine junge portugiesische Architektin und Mitgründerin des Studios Fala Atelier in Porto, der in Kroatien geborene Lichtdesigner Dean Skira und Salvi Plaja, Industriedesigner und Design-Direktor von Simon.

Die beiden Siegerprojekte erhalten jeweils ein Preisgeld von 10.000 Euro.


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