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Mit gestalterischer Wucht – SaloneSatellite Award 2022

von redaktion
Lani Adeoye, 1st place Salone Satellite Award 2022

Der SaloneSatellite bietet jungen Designern die Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen. Der Grund dafür liegt im enormen Besucherzustrom, den der Salone del Mobile.Milano generiert, in dessen Rahmen das Nachwuchsevent stattfindet. Die FORMFAKTOR-Redaktion hat die diesjährige Ausstellung besucht und war begeistert von der überströmenden Kreativität sowie der äußerst professionellen, hoch qualitativen Umsetzung der Entwürfe. Hier zeigt sich eine gestalterische Wucht, die in den vielen anderen Hallen des Salone nur sehr vereinzelt zu finden ist.

Im Zuge der Ausstellung mit rund 600 vielversprechenden Designtalenten wurde zum 11. Mal auch der SaloneSatellite Award verliehen. Die Jury unter der Führung von Paola Antonelli (MoMA) kürte die in ihren Augen drei besten Designs: Platz 1 geht an Lani Adeoye aus Nigeria und ihr Projekt „RemX“. Das Ziel war es, eine Gehhilfe zu entwerfen, die ein Gefühl von Würde ausstrahlt und den die Nutzer deshalb gerne um sich haben. Es sei ein gültiges Beispiel zeitgenössischer Handwerkskunst, das es schafft, lokale Prozesse mit globaler Designinspiration zu verbinden, meint die Jury. Deshalb sei es eine prägnante Antwort auf das Thema des SaloneSatellite 2022: Design for our Future Selves.

Eine Gehhilfe, die Würde vermittelt – RemX von Lani Adeoye gewinnt den ersten Preis beim SaloneSatellite Award 2022. © Lani Adeoye

Der 2. Preis geht an das Studio Gilles Werbrouck (Belgium is Design) für das Projekt „Lamps“. Die limitierte Serie von Leuchten vereint zwei Techniken. Häkeln und Gips gießen: Weißer Gips wird auf ein schwarzes Häckelband gegossen. Das Ergebnis vermittelt einen unbestimmten, leicht beunruhigenden, aber auf jeden Fall absolut neuen Charakter.

Der zweite Preis geht an „Lamp“ von Studio Gilles Werbrouck X Hugues Loinard. © Ludovica Mangini

Mit dem 3. Preis wird die serbische Designerin Djurdja Garčević ausgezeichnet. Ihr Projekt „Meenghe“ verwandelt alte Autoreifen in urbane Objekte wie Mülleimer, Blumentöpfe oder Hocker. Das Ziel ist offensichtlich: Keine Ressourcen verbrauchen, neue Produkte lieber aus Abfall herstellen.

Teile von alten Autoreifen werden zu neuen Stadtmöbeln. 3. Platz für Djurdja Garčević. © Ludovica Mangini

Die Jury sprach zudem zwei „Special Mentions“ aus. An den „Ease Chair“ von Rasmus Palmgren (Finnland) und den „+1,5 Celsius“-Stuhl von Atelier Ferraro (Deutschland). Letzterer Entwurf besteht aus ausrangierten Spanplatten, die in verschiedene Einrichtungsgegenstände verwandelt werden können. Das macht ihn äußerst flexibel und gleichzeitig ästhetisch anspruchsvoll. Der „Ease Chair“ wiederum schafft ein Gleichgewicht zwischen Material, Komfort und Formschönheit. Die Struktur selbst ist das zentrale Gestaltungsmerkmal und verleiht dem Möbel Charakter. Er ist leicht, stabil, bequem und stapelbar.

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