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Staatspreis Design 2019

Mobilität, Hightech, Ökologie – Staatspreis Design 2019

Mit Design können aktuelle Herausforderungen auf holistische Weise angegangen werden. Designer*innen beschäftigen sich mit Fragen der Ressourcenknappheit, nachhaltiger Produktionsprozesse oder neuen Mobilitätskonzepten. Genau diese Bemühungen ehrt der österreichische Staatspreis Design. Der vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort ausgeschriebene und von designaustria im Zweijahresrhythmus durchgeführte Preis lenkt den Blick auf die innovativsten Produkte und Projekte, die von österreichischen Designer*innen entwickelt wurden. Aus den 279 Einreichungen filterte die Jury eine Shortlist von 27 Beiträgen, aus denen schließlich drei Gewinner ausgewählt wurden.

In der Kategorie „Produktgestaltung | Konsumgüter“ kürte die Jury das Elektro-Faltrad „VELLO Bike+ Titan“ von Valentin Vodev zum Sieger. Das Wiener Designstudio hat ein leichtes (12 kg) Bike mit Titanrahmen für den urbanen Raum entworfen, das sich durch eine elegante und vor allem sehr schnelle Klappmechanik und hohe Fahrdynamik auszeichnet. Die Kategorie „Produktdesign | Investitionsgüter“ gewann die Blue Danube Robotics GmbH, die eine Sicherheitshaut für Industrieroboter entwickelt hat. AIRSKIN® ist eine luftgefüllte, drucksensitive Haut, die innerhalb von Millisekunden einen Sicherheitsstopp auslösen kann. Diese neue Technologie ist bereits TÜV-zertifiziert. Mittels 3D-Druck können die einzelnen Pads an unterschiedliche Robotertypen angepasst werden. Das Unternehmens-, Besuchs- und Werkstättenzentrum „Grüne Erde-Welt“ ging als Gewinner der Staatspreis-Kategorie „Räumliche Gestaltung“ hervor. Die Räumlichkeiten unter einem großen Holzdach spiegeln das Credo des Unternehmens nach ökologischem, nachhaltigem Wirtschaften wider. Die verschiedenen Bereiche sind durch Pflanzhöfe gegliedert. Dadurch fällt das ganze Jahr viel Tageslicht in die Räume und auch das Innenraumklima wird damit gesteuert.

Zusätzlich zu den drei Staatspreisen wurde der Sonderpreis „DesignConcepts” verliehen. Der von der Austria Wirtschaftsservice GmbH im Rahmen ihrer Innovationsförderung aws impulse ausgelobte Preis ist mit jeweils 3000 Euro dotiert, während die Staatspreise selbst undotiert sind. Ausgezeichnet wurden drei noch nicht umgesetzte Produkte bzw. Konzepte. Die „Offline Lamp“ von Klemens Schillinger ist eine Tischleuchte mit magischer Schublade. Wenn man etwa ein Smartphone hineinlegt, geht das Licht an. Diese Arbeit sagt: „Leg doch das Handy weg und lies ein Buch im Licht der Lampe.“ Benjamin Loinger hat einen innovativen, von der Natur inspirierten Bienenstock entworfen, der Imkerei im urbanen Raum ermöglichen soll. Er zeichnet sich durch einen ergonomischen, verstellbaren Zugang für den Imker / die Imkerin aus. Nach dem Prinzip einer Baumhöhle wird das Klima für die Bienen entscheidend verbessert. Der dritte Preisträger ist Peter Paulhart, der mit seinem „Wingtape“ ein doppelseitiges Klebeband aus reißfestem Papier entwickelt hat. Mögliche Einsatzbereiche gehen vom Möbelbau bis hin zu technischen Bauteilen und Architekturbeschlägen.

Alle prämierten Projekte sowie die Nominierten sind in der Ausstellung „Best of Austrian Design“ noch bis 10. November 2019 im designforum Wien zu sehen.

 

 

Offline Lamp von Klemens Schillinger.

 

Wingtape von Peter Paulhart

 

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